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Issues- und Reputationsmonitoring

  • Mark Eisenegger
  • Daniel Künstle
Chapter

Zusammenfassung

Das Konzept des Issues Managements wurde ursprünglich für die Wirtschaft entwickelt. Gesteigerte Skandalisierungsrisiken der Unternehmen führten zu der Einsicht, dass der Handlungsrahmen eines Unternehmens von übergeordneten und langfristigen Trends und Erwartungen seines öffentlichen Umfelds geprägt wird, deren Nichtbeachtung zu gravierenden Reputationseinbußen führen kann. Gelingt es umgekehrt dem Unternehmen, öffentliche Ansprüche rechtzeitig zu identifizieren und aktiv auf sie einzuwirken, kann es seine Strategie darauf ausrichten und Reputationschancen wahrnehmen. Issues Management soll also das öffentliche Umfeld systematisch beobachten, relevante Themen (Issues) herausfiltern und sie mit konkreten Maßnahmen im Sinne der Organisationsziele beeinflussen. Zum einen soll verhindert werden, dass bestimmte Themen der öffentlichen Kommunikation Reputationsverluste und/oder Beschränkungen von Handlungsspielräumen zur Folge haben. Zum anderen sollen aber auch positiv besetzte Issues verstärkt werden, d. h. Reputationschancen wahrgenommen und Handlungsoptionen genutzt werden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.ZürichSchweiz
  2. 2.BaselSchweiz

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