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Radio pp 342-343 | Cite as

Fazit – Ein Medium der Zukunft?

  • Hans J. Kleinsteuber

Zusammenfassung

Das Radio hat schon viel erlebt. In seinen Entstehungsjahren hat es die Menschen fasziniert und wurde zum Auslöser verschiedener Fantasien von Freiheit und Selbermachen. Radio wurde in den Jahren seines Aufbaus Objekt politischer Kontrollbegehrlichkeiten und in seiner Hochphase Gegenstand kommerzieller Herrschaftsgelüste. Heute konzentriert sich die Politik auf das Fernsehen und dort sind auch die großen Medienkonzerne aktiv. Radio hat sich in der Nische eingerichtet, wird überwiegend nebenbei gehört; anonyme Investoren haben lohnendere Anlageformen gefunden. Während es in Deutschland durchaus lokale Platzhirsche gibt, ist der Konzentrations- und Monopolisierungsgrad auf den großen Märkten – verglichen mit allen anderen Medien – eher gering. Dies gilt auch für die meisten anderen Teile der Welt. Mit seiner großen Zahl von Übertragungskanälen, mit seinen überschaubaren Kosten für die Produktionsstätte Studio, mit seinen journalistischen Möglichkeiten und mit der Breite seiner Trägerschaft wurde es zum insgesamt vielfältigsten und wechselhaftesten Medium. Darin liegt seine weiter anhaltende Attraktivität – aber wie lange noch?

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012

Authors and Affiliations

  • Hans J. Kleinsteuber

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