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Slogans und Leitformeln in der Praxis

  • Max Fuchs
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Zusammenfassung

Zurzeit verwendet man in der kulturpolitischen Debatte unterschiedliche Begriffe. Auf Basis der Generationsuntersuchungen von Göschel (vgl. Abb. 8) lässt sich die größere Bedeutung, die Slogans und Leitformeln seit Mitte der 60er Jahre spielen, damit begründen, dass erst jetzt eine aktive Kulturpolitik entsteht. Man musste gegen die verbreitete Vorstellung, Kulturpolitik erschöpfe sich in Kulturpflege, also der Bewahrung klassischer Kulturbestände auf den Bühnen und in den Museen, starke Argumente ins Spiel bringen und viel Überzeugungsarbeit leisten, um ein Konkurrenzprogramm zu etablieren. Zwei Slogans und Leitformeln sind bis heute im Gespräch: Das „Bürgerrecht Kultur“ (Hermann Glaser) und „Kultur für alle“ (Hilmar Hoffmann). Der argumentative Aufwand zur Begründung der jeweiligen Leitformel war beträchtlich. Glaser bezog sich dabei bewusst auf den Klassiker Friedrich Schiller und seine „Briefe zur ästhetischen Erziehung“, hebelte also die sich auf Bewahrung der Klassik berufende „Kulturpflege“ quasi mit ihren eigenen Waffen aus, wobei man Friedrich Schiller recht leicht zu einem sozialdemokratischen Reformanhänger hat machen können: Auch er wehrte sich nach einer anfänglichen Begeisterung schließlich gegen die Französische Revolution und den „terreur“ von Robespierre und plädierte stattdessen für eine friedliche Reform.

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  • Max Fuchs

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