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Zur Einleitung: Assoziationen und Zugänge

  • Max Fuchs
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Zusammenfassung

„Weniger ist leer“, so lautet ein Plakat-Slogan, der über einer mit nur wenigen Reiskörnern gefüllten Schale steht. Das Plakat ist Teil einer aktuellen Kampagne der Aktion „Brot für die Welt“. Jeder versteht die Botschaft, ohne dass gesondert dazu aufgefordert werden muss: Man soll spenden. Beides wirkt hierbei, die sprachliche Form, die den Alltagsspruch „weniger ist mehr“ raffiniert umformt, und das Bildmotiv der fast leeren Schale. Die erste Botschaft wurde schon genannt: Der Appell zum Spenden, also eine Aufforderung zu einem spezifischen Handeln. Es hätte gar nicht mehr des klein geschriebenen Untertitels bedurft („Ein Stück Gerechtigkeit“), um die moralische/moralphilosophische Dimension aufzuzeigen. Dahinter steckt ein spezifisches Bild vom Menschen, nämlich zum einen die Überzeugung, dass Menschen nicht hungern dürfen. Man könnte dies im Vorgriff auf spätere Überlegungen formulieren: Genügend Essen für alle! Und es steckt die Vorstellung dahinter, dass man Menschen zu einem altruistischen Akt bewegen kann: Der Mensch ist nicht grundsätzlich schlecht, sondern moralisch ansprechbar.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Max Fuchs

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