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Kinderarmut pp 200-217 | Cite as

Armutsprävention – Ein Auftrag für die Gesundheitsförderung

  • Antje Richter

Zusammenfassung

Der Stellenwert von Gesundheit in einem Konzept zur Armutsprävention ist erheblich, dochaus der Perspektive der Armutsforschung nicht sofort ersichtlich. Die Bereiche Gesundheit und Soziales, aber auchBildung werden in Deutschland eher als voneinander unabhängig gesehen und entsprechend kooperieren sie kaum untereinander (Deneke u.a. 2002). Außerdem ist vielfachin Vergessenheit geraten, dass es schon immer einen engen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und dem Gesundheitsstatus von Personen gegeben hat. Aber es ist kennzeichnend für die Problemstellungen in den genannten Bereichen, dass ihr Handeln oft auf die gleichen Zielgruppen gerichtet ist. Zur Annäherung untereinander trägt seit längerem das weit gefasste Verständnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei, die Gesundheit als einen Zustand umfassenden physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung definiert. Daraus resultieren verschiedene Konzepte und Orientierungen, die wertvolle Instrumente zur Armutsprävention liefern können und hier näher erläutert werden sollen.

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Authors and Affiliations

  • Antje Richter

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