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Stand der Forschung: Generationenbeziehungen in Trennungs- und Stieffamilien

  • Anja Steinbach

Zusammenfassung

In der deutschen Forschungslandschaft finden sich bisher nur einige wenige thematisch einschlägige empirische Studien und wissenschaftliche Publikationen zum Thema Stieffamilien. Das schöne Wortspiel im Titel des Aufsatzes von Schultheis und Böhmler (1998) „Fortsetzungsfamilien – ein Stiefkind der deutschsprachigen Familienforschung“ bringt die Situation der Forschung zu Stieffamilien in der Bundesrepublik eigentlich auf den Punkt: Abgesehen von einigen psychologischen Untersuchungen (Butz/Boehnke 2002; Döring 2002; Walper/Gerhard 2002) und – teilweise auch aus dem therapeutischen Kontext hervorgegangenen – qualitativen Studien (Friedl/Maier-Aichen 1991; Krähenbühl et al. 2007; Napp-Peters 1995; Ritzenfeldt 1998) mit ausgesprochen kleinen Fallzahlen, existiert nur eine größere und relativ umfassende Auswertung mit dem Titel „Stieffamilien in Deutschland“ (Bien/Hartl/Teubner 2002a). Diese wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegeben und basiert vornehmlich auf Analysen der dritten Welle des DJI-Familiensurvey von 2000 sowie Informationen der amtlichen Statistik (zur Hochrechnung) als auch auf einer qualitativen Zusatzuntersuchung. Allen deutschen Untersuchungen ist allerdings zumindest eines gemeinsam: Sie konzentrieren sich ausschließlich auf Stieffamilien mit minderjährigen Kindern. Für Deutschland liegen entsprechend keinerlei Ergebnisse zur Ausgestaltung von Generationenbeziehungen zwischen erwachsenen Stiefkindern und ihren Stiefeltern vor.

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  • Anja Steinbach

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