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Ethische und politische Aspekte des journalistischen Sprachgebrauchs

  • Josef  Kurz
  • Daniel Müller
  • Joachim Pötschke
  • Horst Pöttker
  • Martin Gehr

Zusammenfassung

Als Maßstäbe für die Stilbeurteilung dienten bisher, sieht man von den Überlegungen zur Sprachpflege ab, journalistische Qualitätskriterien wie Universalität, Aktualität und vor allem Verständlichkeit, die wir im ersten Kapitel aus der beruflichen Aufgabe, Öffentlichkeit herzustellen, abgeleitet haben. Neben dieser professionellen gibt es eine zweite, universelle Sphäre, aus der journalistische Stilkriterien gewonnen werden können: die für alle Menschen und Berufe gleichermaßen geltende Moral. Darunter ist die Gesamtheit der durch Werte begründeten Pflichten zu verstehen, die auf andere Menschen bezogenes Handeln regulieren. Die formalisierten Rechtsnormen stellen einen Teil dieser Gesamtheit dar; ein anderer Teil, der sich mit dem Recht überschneidet, ist das politische Ordnungsgefüge, das die Beziehungen zwischen den Individuen und der sozialen Gesamtheit regelt. Von der Moral zu unterscheiden ist die Ethik als wissenschaftliche Disziplin, die sich um die rationale Diskussion, Begründung und Systematisierung der moralischen Regeln kümmert.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Josef  Kurz
  • Daniel Müller
  • Joachim Pötschke
  • Horst Pöttker
  • Martin Gehr

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