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Kinder und Jugendliche im Sozialisationskontext Schule

  • Leonie Herwartz-Emden
  • Verena Schurt
  • Wiebke Waburg
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Zusammenfassung

Schule ist für alle in unserer Gesellschaft heranwachsenden Kinder und Jugendlichen zum einen eine verpflichtend zu besuchende Institution und zum anderen ein komplexer und vielfältiger Lebens-, Erfahrungs- und Entwicklungsraum (Fend, 1997). Schule nimmt einen erheblichen Teil des Alltages ein und ist der Ort der aktiven und produktiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gegebenheiten (ebd.). Damit ist Schule ein zentraler Kontext von Sozialisation. Die sozialisatorischen Funktionen des Bildungswesens – im Sinne von Beiträgen, die für die Aufrechterhaltung sozialer Systeme und ihrer Handlungsfähigkeit notwendig sind – werden von Helmut Fend (2006) als gesellschaftliche und individuelle beschrieben: Zu den grundlegend gesellschaftlichen Funktionsleistungen sind kulturelle Reproduktion, Qualifikation, Allokation sowie Integration und Legitimation durch Schule zu zählen, denen individuelle Handlungs- und Entwicklungschancen entsprechen. Dabei hängt die Entwicklung der individuellen Leistungspotenziale maßgeblich von der institutionellen Gelegenheitsstruktur des Bildungswesens ab. In Zusammenhang mit Schule findet die Planung individueller Bildungs- und Berufsbiographien statt, sie wird zum Instrument der persönlichen Lebensplanung, indem sie die Möglichkeiten schafft, den beruflichen Ein- und Aufstieg sowie die spätere Stellung im Beruf durch eigene Lernanstrengungen und durch schulische Leistungen zu beeinflussen (ebd.).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Leonie Herwartz-Emden
  • Verena Schurt
  • Wiebke Waburg

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