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Imame in Deutschland

Religiöse Orientierungen und Erziehungsvorstellungen türkisch-muslimischer Autoritäten
  • Rauf Ceylan

Zusammenfassung

„Der Islam ist Teil Deutschlands und Teil Europas, er ist Teil unserer Gegenwart und er ist Teil unserer Zukunft. Muslime sind in Deutschland willkommen. Sie sollen ihre Talente entfalten und sie sollen unser Land mit weiter voranbringen.“ Diese historischen Worte äußerte der frühere Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Rahmen der ersten Deutschen Islamkonferenz 2006. Die Frage nach Maßnahmen und Konzepten zur Anerkennung und Eingliederung des Islam – insbesondere die Frage nach einer islamischen Theologie – gewinnt vor diesem Hintergrund weiter an Aktualität (Beauftragte für Migration 2005; Köktas 2005: 151ff.). Der Fokus geht damit automatisch auf die zahlreichen Moscheegemeinden des Landes über, denn hier findet der größte Teil der Vereinstätigkeit von Muslimen statt. In Deutschland existieren etwa 2.400 Moscheegemeinden (Jessen 2006: 13). Die Anzahl der Moscheen – insbesondere der drei größten türkisch- islamischen Dachverbände DİTİB (Diyanet İşleri Türk İslam Birliği – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion), IGMG (Islamische Gemeinschaft Milli Görüş) und VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren) – unterstreicht die Zentralität der religiösen Einrichtungen.

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Literatur

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Authors and Affiliations

  • Rauf Ceylan

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