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Zusammenfassung

Der Begriff „Vertrauen“ ist im Zuge der gegenwärtigen weltweiten Finanzkrise wieder einmal in Mode gekommen. Auch die Geschichtswissenschaften konnten sich in den letzten Jahren der allgemeinen (akademischen) Vertrauenskonjunktur nicht verschließen. Was genau dieses Vertrauen ist, über das alle reden, bleibt dabei äußerst vage. Nur weil Personen oder Institutionen miteinander interagieren, heißt das noch nicht, dass sie sich vertrauen. Genauso lässt sich im Umkehrschluss aus einer Nichtinteraktion schwerlich gleich auf Misstrauen schließen. Dieses Vertrauen lässt sich damit empirisch nur äußerst schwer überprüfen. Gleichzeitig besteht bei einer unbedachten Übernahme von sozialwissenschaftlichen, eher gegenwartsorientierten Theorien und Modellen in einen geschichtswissenschaftlichen Kontext immer die Gefahr einen Anachronismus zu produzieren. Kann also ein Historiker dem Vertrauen vertrauen?

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Martin Stark
    • 1
  1. 1.Institut für Neuere und Neuste GeschichteUniversität TrierTrier

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