Advertisement

Zusammenfassung

Was sind soziale Netzwerke? Worin unterscheiden sie sich von anderen Formen der Vergemeinschaftung und gesellschaftlichen Koordination? Wo ist ihr Kern, wo sind ihre Grenzen? Diese Fragen stehen am Beginn von Einführungsbüchern in die Netzwerkanalyse (Weyer 2000; Faßler 2001, Trappmann et al. 2005; Jansen 2006; Holzer 2006; Stegbauer 2008). Solche Fragen beschäftigen aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesexzellenzclusters „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“ seit seiner Einrichtung im Jahr 2005 – zumindest wenn sie mit einem Netzwerkschwerpunkt arbeiten und wenn sie das Gespräch über die Teilprojektgrenzen hinaus suchen. Eine einfache Definition scheint nur einen Google-Mausklick entfernt: „ein soziales Netzwerk ist ein Beziehungsgeflecht, das Menschen mit anderen Menschen und Institutionen sowie Institutionen mit anderen Institutionen verbindet“ (Institut für deutsche Gebärdensprache 2008). Für den Einsatz in einem Forschungsprojekt mit konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen, noch mehr für den Dialog jenseits disziplinärer Grenzen reicht diese Definition jedoch nicht aus. Auch die Antworten der Handbücher helfen nicht wirklich weiter. Sie fallen so verschieden aus wie die fachlichen Zugänge der jeweiligen Autoren (soziologisch, ethnologisch, betriebswirtschaftlich, mathematisch, computerwissenschaftlich) und dem von ihnen gewählten Schwerpunkt (theoretisch, methodisch oder thematisch).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Agar, Michael 2006. An Ethnography By Any Other Name … Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 7(4), Art. 36.Google Scholar
  2. Castells, Mario 2004. Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft. Band 1: Das Informationszeitalter. Opladen : Leske und Budrich.Google Scholar
  3. Coleman, James S. 1988: Social Capital in the Creation of Human Capital. In: American Journal of Sociology, 94 (Supplement): S.95–120.CrossRefGoogle Scholar
  4. Coleman, James S. 1991: Grundlagen der Sozialtheorie. Band 1: Handlungen und Handlungssysteme. München: Oldenbourg.Google Scholar
  5. Diaz-Bone, Rainer 2007. Gibt es eine qualitative Netzwerkanalyse? [Review Essay: Betina Hollstein & Florian Straus (Hrsg.) 2006. Qualitative Netzwerkanalyse. Konzepte, Methoden, Anwendungen.] In: Forum Qualitative Sozialforschung (FQS) Volume 8, No. 1, Art. 28 – Januar 2007. Elektron. Dok.: www.qualitativeresearch.net/fqs-texte/1-07/07-1-28-d.htm (Aufruf am 17.7. 2009).
  6. Faßler, Manfred 2001: Netzwerke. Einführung in die Netzstrukturen, Netzkulturen und verteilte Gemeinschaftlichkeit. München: Fink.Google Scholar
  7. Granovetter, Mark 1973. The Strengt hof Weakt Ties. American journal of Sociology 78, S. 1360–1380.CrossRefGoogle Scholar
  8. Hollstein, Betina und Florian Straus 2005 (Hg.). Qualitative Netzwerkanalyse. Konzepte, Methoden, Anwendungen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  9. Holzer, Boris 2006. Netzwerke. Bielefeld : Transcript.Google Scholar
  10. Institut für deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (2008). Stichwort: Soziales Netzwerk. Elektron. Dok.: www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/konzepte/l53/l5385.htm (Aufruf 17.7. 2009).
  11. Jansen, Dorothea 2006. Einführung in die Netzwerkanalyse. Grundlagen, Methoden, Forschungsbeispiele. 3. überarb. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  12. Leinhardt, Samuel 1977. Social Networks. A Developing Paradigm. New York etc.: Academic Press.Google Scholar
  13. Lorberg Christian 2007. Vertrauen als Schlüsselfaktor in der Theorie und am Beispiel des Online Auktionshauses ebay. München: Grin Verlag.Google Scholar
  14. Luhmann, Niklas 1973. Vertrauen – Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. Stuttgart: Enke. (2. Aufl.).Google Scholar
  15. Mauss, Marcel 1968. Die Gabe. Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  16. Merton, Robert K. 1936. The Unanticipated Consequences of Purposive Social Action. American Sociological Review 1, 6, 894–904.CrossRefGoogle Scholar
  17. Merton, Robert K. 1980. Social Theory and Social Structure, New York: Free Press.Google Scholar
  18. Moreno, Jakob L. 1960 (Hg.). The Sociometry Reader. Glencoe, Ill.: Free Press.Google Scholar
  19. Moreno, Jakob. L. 1934. Who Shall Survive? Washington, DC: Nervous and Mental Disease Publishing Company.Google Scholar
  20. Neuberger, Oswald 2006. Vertrauen vertrauen? Misstrauen als Sozialkapital. In: Klaus Götz (Hg.), Vertrauen in Organisationen. München und Mering: Rainer Hampp Verlag, S. 11–56Google Scholar
  21. Nollert, Michael 2005. Unternehmensverflechtungen in Westeuropa. Münster: Lit-Verlag.Google Scholar
  22. Powell, W.W. 1990. Neither Market nor Hierarchy. Network Forms of Organization. In: Research in Organiztaional Behaviour 12, 295–336.Google Scholar
  23. Schönhuth, Michael 2009. Participatory Appraisal of a Personal Network with VennMaker. Trier. Elektronisches Dokument: www.netzwerk-exzellenz.unitrier.de/?site_id=108&lang=&proj_id=b7464e29d0da7fa229dbcecdd6d7622a&sitename=Dokumente (Aufruf 17.7. 2009)
  24. Stegbauer, Christian 2008 (Hg.). Netzwerkanalyse und Netzwerktheorie. Ein neues Paradigma in den Sozialwissenschaften. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  25. Trappmann, Amrk, Hans J. Hummell, Wolfgang Sodeur 2005. Strukturanalyse soziale Netzwerke. Konzepte, Modelle, Methoden. Wiesbaden: Vs Verlag.Google Scholar
  26. Weißbach, Hans-Jürgen 2000. Kulturelle und sozialanthropologische Aspekte der Nterzwerkforschung. In. Johannes Weyer (Hg.), Soziale Netzwerke, S. 255–284.Google Scholar
  27. Weyer, Johannes 2000 (Hg.). Soziale Netzwerke. Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung. München, Wien: R. Oldenbourg.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Michael Schönhuth
    • 1
  1. 1.Fachbereich EthnologieUniversität TrierTrier

Personalised recommendations