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Erik H. Erikson: Identität und Lebenszyklus

  • Juliane Noack
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Erik H. Eriksons Identitätstheorie ist eingebettet in seine Theorie der lebenslangen Entwicklung, die er basierend auf Freuds Theorie der psychosexuellen Entwicklung als eine Abfolge psychosozialer Entwicklungsstufen konzipiert und eine gesetzmäßige (epigenetische) Abfolge dieser Stufen bzw. Phasen unterstellt. Als freudianischer Ichpsychologe bzw. als Post-Freudianer, wie er es selbst formuliert, fühlt sich Erikson seinem geistigen Vater Sigmund Freud und dessen psychoanalytischen Theoriegerüst verpflichtet, was er in einem Interview folgendermaßen formuliert: „Freud ist für mich eine Selbstverständlichkeit; die Psychoanalyse ist immer der Ausgangspunkt“ (Keniston zit. n. Erikson 1983: 31). Erikson setzt die Bedeutung des Unbewussten und dessen Einfluss auf Träume, Fantasien, Handlungen etc. ebenso als gegeben voraus wie die Aufeinanderfolge frühkindlicher Erfahrungen, insbesondere in Bezug auf die psychosexuelle Entwicklung und deren Einfluss auf die spätere Persönlichkeit. Seine Weiterentwicklungen bestehen darin, dass er drei Perspektiven explizit in sein Theoriegerüst aufnimmt und dadurch die freudsche psychosexuelle Perspektive um eine psychosoziale erweitert. Damit legt er den theoretischen Boden seiner psychosozialen Identitätstheorie.

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Primärliteratur

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Authors and Affiliations

  • Juliane Noack

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