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„Alles begann in Porto Alegre…“

  • Yves Sintomer
  • Carsten Herzberg
  • Anja Röcke

Zusammenfassung

Ende der 1980er Jahre wurde, angeführt von der Arbeiterpartei PT, ein Bündnis linker Parteien in das Rathaus von Porto Alegre gewählt, das mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern zu den großen Städten im Süden Brasiliens zählt. Das Land beendete zu dieser Zeit den Transitionsprozess zur Demokratie, der ein gutes Jahrzehnt gedauert hatte – von den großen Arbeiterkämpfen der zweiten Hälfte der 1970er Jahre bis zur Annahme einer neuen, sehr fortschrittlichen Verfassung im Jahr 1988. Brasilien zählte damals wie heute nicht nur zu den zehn größten Wirtschaftsmächten der Welt, sondern auch zu den Ländern mit einer besonders ausgeprägten sozialen Ungleichheit, weshalb der Kampf gegen die Diktatur neben der Demokratisierung auch auf die Verbesserung der sozialen Verhältnisse abzielte. Der Bundesstaat Rio Grande do Sul, dessen Hauptstadt Porto Alegre ist, hat gegenüber der Bundesregierung schon immer eine Besonderheit dargestellt. Im Gegensatz zu dieser ist seine politische Kultur von alternativ-linken Traditionen geprägt. Die sozialen Ungleichheiten sind hier weniger stark ausgeprägt als im übrigen Land und die öffentliche Verwaltung funktioniert – tendenziell – besser.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Yves Sintomer
  • Carsten Herzberg
  • Anja Röcke

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