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Ein Instrument der sozialen Gerechtigkeit?

  • Yves Sintomer
  • Carsten Herzberg
  • Anja Röcke

Zusammenfassung

Können Bürgerhaushalte auf sozialem Gebiet eine ebenso viel versprechende Entwicklung vorweisen wie bei der Modernisierung der Verwaltung und in der technischen Demokratie? Von den Globalisierungsgegnern wird das Verfahren von Porto Alegre als Baustein einer Alternative zum Neoliberalismus präsentiert. Die Übernahme des Konzepts auch durch internationale Organisationen ermöglicht eine distanziertere Betrachtung, wenngleich eine Tatsache keine Zweifel zulässt und auch von wissenschaftlichen Studien belegt wurde: Die lateinamerikanischen Bürgerhaushalte haben zu bedeutenden sozialen Verbesserungen geführt [Marquetti/de Campos/Pires, 2007; BIRD/BM, 2008]. Diese Verbesserungen basieren einerseits auf Kriterien der Verteilungsgerechtigkeit, nach denen den ärmsten Bevölkerungsschichten mehr Ressourcen zugeteilt werden als besser gestellten Bevölkerungsgruppen. Andererseits sind sie darauf zurückzuführen, dass gerade diese benachteiligten Gruppen massiv von den Bürgerhaushalten Gebrauch machen, so dass er auch als ‚Instrument der Armen‘ gilt. Wie sieht es dagegen in Europa aus? Inwiefern unterscheiden sich Bürgerhaushalte von anderen institutionellen Partizipationsverfahren?

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Yves Sintomer
  • Carsten Herzberg
  • Anja Röcke

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