Advertisement

Spaß für Millionen. Harald Schmidt und Co. als moderne Hofnarren?

Auszug

„Und Joschka Fischer?“ so fragte die Zeit, Deutschlands führende Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Wissen und Kultur, in ihrer Ausgabe vom 24. Februar 2005 den Late Night Talker Harald Schmidt: „Und Joschka Fischer, übersteht er die Visa-Affäre?“ „Nicht nur das.“, so die Antwort von Schmidt, der seit Dezember 2004 bei der ARD unter Vertrag steht, „Er wird stärker sein als vorher. Ohne ihn sind die Grünen wie Queen ohne Freddie Mercury“ (vgl. Zeit vom 24.02.05: 61 f.). Diese Bemerkung, die den (in den letzten Jahren) immer elegant, aber eher konservativ gekleideten, weltmännisch auftretenden Außenminister Deutschlands mit dem extrovertierten und extravaganten Sänger von Queen, der am 24. November 1991 an Aids starb, parallelisiert, ist sicherlich nicht ohne Witz. Fraglich ist aber, ob die Bemerkung Schmidts für jeden verständlich ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Barloewen, Constantin von (1981): Clown: Zur Phänomenologie des Stolpern. Königstein/Ts: Athenäum.Google Scholar
  2. Foucault, Michel (1977): Wahnsinn und Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  3. Frieske, Michael (1998): Selbstreferentielles Entertainment. Wiesbaden: DUV.Google Scholar
  4. Gönna, Lars von der (2005): Contra Harald Schmidt. In: Waz vom 19. Januar 2005.Google Scholar
  5. Hitzler, Ronald (1988): Sinnwelten. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  6. Hohwal, Georg (2005): Pro Harald Schmidt. In: WAZ vom 19. Januar 2005.Google Scholar
  7. Horton, Donald & Wohl, Richard (2001, 1956): Parasoziale Interaktion. S. 74–104 in: Adelmann, Ralf et al. (Hrsg.): Grundlagentexte zur Fernsehwissenschaft. Konstanz: UVK.Google Scholar
  8. Jörg, Sabine (Hrsg.) (1982): Spass für Milllionen. Berlin: Volker Spiess.Google Scholar
  9. Krakauer, Siegfried (1977): Das Ornament der Masse. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  10. Lepenies, Wolf (1969): Melancholie und Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  11. Lever, Maurice (1983): Zepter und Narrenkappe. München: Trikont Buchverlag.Google Scholar
  12. Mead, George Herbert (1983): Das Wesen der ästhetischen Erfahrung. S. 347–362 in: ders.: Gesammelte Schriften. Bd. 2. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  13. Mezger, Werner (1981): Hofnarren im Mittelalter. Konstanz: UVK.Google Scholar
  14. Nolte, Paul (2005): Generation Reform. München: Beck.Google Scholar
  15. Petrat, Gerhardt (1998): Die letzten Narren und Zwerge bei Hofe. Bochum: DR. Winkler.Google Scholar
  16. Postman, Neil (1988): Wir amüsieren uns zu Tode. Frankfurt a.M.: Fischer.Google Scholar
  17. Reichertz, Jo (1998): Harald Schmidt oder: Der Spaß am Doppelspiel. S. II–III, Vorwort zu: Frieske, Michael: Selbstreferentielles Entertainment. Wiesbaden: DUV.Google Scholar
  18. Reichertz, Jo (2000): Die Frohe Botschaft des Fernsehens. Konstanz: UVK.Google Scholar
  19. Reichertz, Jo (2002): „Ich könnte schreien vor Glück“, oder: Formen des Glücks in den Massenmedien. S. 227–244 in: Bellebaum, Alfred (Hrsg.): Glücksforschung. Eine Bestandsaufnahme. Konstanz: UVK.Google Scholar
  20. Stolte, Dieter (2004): Wie das Fernsehen das Menschenbild verändert. München: Beck.Google Scholar
  21. Strobel, Ricarda & Faulstich, Werner (1989): Von Peter Frankenfeld bis Thomas Gottschalk. Historiographische Typologie der deutschen Fernsehstars. S. 441–457 in: Klingler, Walter et al. (Hrsg.): Fernsehforschung in Deutschland. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  22. Vorderer, Peter (Hrsg.) (1996): Fernsehen als Beziehungskiste. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

Personalised recommendations