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Gute Schulen durch Zusammenarbeit mit Eltern? Empirische Befunde zu Perspektiven von Eltern und Schule

  • Sara Fürstenau
  • Britta Hawighorst

Zusammenfassung

Eltern beeinflussen den schulischen Erfolg ihrer Kinder. Sie vermitteln im familiären Alltag wichtige Ressourcen für den Bildungserfolg und die Möglichkeiten, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden (vgl. z.B. Bittlingmayer/Bauer etal. 2005; Büchner/Brake 2006). Die Weitergabe von „inkorporiertem kulturellen Kapital“ in der Familie begünstigt oder begrenzt die Möglichkeiten der Bildungsaneignung und des Bildungserfolgs auf Seiten der Kinder (vgl. Bourdieu 1997). Der Zusammenhang von familiärem Hintergrund und schulischem Erfolg, der durchgängig in den vorliegenden Statistiken der Bildungsforschung abgebildet ist (vgl. zusammenfassend etwa Becker/Lauterbach 2007), hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass zunehmend darüber diskutiert wird, auf welche Weise die Schule und der Unterricht im Sinne einer ‚Chancengleichheit’ verbessert werden können. Die Frage, welchen Beitrag intensiv(er)e Kooperationspraktiken von Schule und Eltern leisten können und sollen, stellt dabei nur ein Randthema dar.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Sara Fürstenau
    • 1
  • Britta Hawighorst
    • 2
  1. 1.wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für ErziehungswissenschaftPsychologie und Bewegungswissenschaft der Universität HamburgGermany
  2. 2.wissenschaftliche Mitarbeiterin im BLK-Programm ‚Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund’Germany

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