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Traditionen der professionellen Zukunftsforschung

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Auszug

Daniel Bell arbeitete nach einer Dozentur in Chicago beim Wirtschaftsmagazin Fortune — bis 1958 als Herausgeber. Später lehrte er in Harvard und an der Columbia University in New York, war Berater des Präsidenten für die Agenda bis 1980 (also für Zukunftsfragen). Daniel Bell ist Autor von bekannten und einflussreichen Büchern, von denen einige für das Nachrichtenmagazin Time immerhin zu den 100 wichtigsten Büchern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten. Dass sich Bell überhaupt mit dieser Art von Methodologie beschäftigte, hat mit der Aktualität des „Forecasting“ in den 60er Jahren zu tun. Da diese Zeit nur in ihrer grundsätzlichen Charakteristik beschrieben werden soll und überdies in verschiedenen Werken zur Geschichte der Zukunftsforschung beschrieben worden ist (für einen ersten Überblick siehe Kreibich 2006), werden viele wichtige Inspirationen dieser Zukunftsforschung hier nicht ausgeführt und manche nur gestreift, wie etwa die Arbeit Ossip K. Flechtheims, der bereits 1943 den Begriff der „Futurologie“ prägte und in verschiedenen Werken in den folgenden Jahrzehnten ausbaute (Flechtheim 1973). Auch wenn die Idee der Foresight- Methoden älter ist, kann Bell als einer der Gründer der modernen sozialwissenschaftlichen Zukunftsforschung bezeichnet werden, weil Flechtheims Analysen immer auch normative Ziele formulierten, Bell hingegen auf die Fragen der methodischen Erfassung von Indikatoren ausgerichtet war — mit dem Postulat der Wertfreiheit und wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit. Methodologische Vorschläge sind von Daniel Bell bereits 1963 ausgearbeitet und skizziert im einflussreichen Essay: „Douze modes de prévision en science sociale.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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