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Pragmatische Alternative zum Strategischen Opportunismus

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Auszug

Mitunter beschleichen den Beobachter dieser Szene —, insbesondere angesichts der doch etwas trivial anmutenden Umsetzung der Megatrends in Elemente des Strategischen Managements durch Unternehmen — einige Irritationen. Deren erste kann hier vernachlässigt werden: die Tatsache, dass alle Trends, die halbwegs plausibel erscheinen, seit langem in der professionellen Sozial- und Marktforschung bekannt sind — ganz gleich, ob es sich um Veränderungen im Konsum oder um die Entwicklung von Technologie, die Rolle des Dienstleistungssektors oder die Konsequenzen der alternden Gesellschaft handelt, um den demografischen Wandel oder die gastronomische Differenzierung oder die Chancen und Risiken der Globalisierung. Auch die durchsichtige Strategie der Wiedervermarktung andernorts erarbeiteter Einsichten unter neuen Anglizismen ist bemerkenswert, aber nicht von substanzieller Bedeutung. Das größte Erstaunen löst die bereitwillige Akzeptanz von „Studien“ über „Sex-Styles“, „Future Work“ und „Trend-Reports“ „Glücksstrateginnen“ oder „Flexisten“ aus. Diese Irritation wird verstärkt dadurch, dass methodologische Begründungen wie „Mind-Sets“ oder „Hyperbelesenheit“ und andere diffuse Legitimationen des Zukunftsblicks offensichtlich als objektivierbare Qualifikationen betrachtet werden. Die illustrierte Verhaltensweise bietet eine modernisierte Version des Märchens von den neuen Kleidern des Kaisers.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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