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Interaktionen, Fremd- und Selbstrepräsentationen von Jugendlichen im Kontext von Migration

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Zusammenfassung

Am Ende eines gewerkschaftlichen Jugendbildungsprojekts gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Ausbildungsbetrieb kommt bei der Abschlussdiskussion in der großen Gruppe von ProjektteilnehmerInnen die Sprache auf einen Konflikt, der während des Projektverlaufs nicht thematisiert wurde. Es ist offensichtlich: Bei dem angesprochenen Konflikt liegt ein Fall ethnischer Diskriminierung vor. Die Abschlussdiskussion nimmt eine neue Wendung. Nun werden der Konflikt, die Umstände wie er zustande gekommen ist, erklärt und kommentiert. Es werden unterschiedliche Positionen deutlich und der Konflikt wird von den autochthonen DiskussionsteilnehmerInnen mit ethnisierenden Zuschreibungen bagatellisiert. Die vom Konflikt Betroffenen verfallen in eine Verteidigungshaltung, auch sie bemühen ethnisch-kulturelle Argumente, um ihre spezifische Situation zu erklären.

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