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Fallstudien Entwicklung zivilgesellschaftlicher Infrastruktur am Beispiel von zwei ostdeutschen Modellkommunen

  • Hans-Liudger Dienel
  • Daphne Reim
  • Jenny Schmithals
  • Thomas Olk

Zivilgesellschaftliche Infrastruktur trägt wesentlich zum Funktionieren und zum Erfolg vonKommunen bei, so die Ausgangsthese des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau undStadtentwicklung, Abteilung Aufbau Ost, geförderten Projektes „Kooperationsnetzwerkeund bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen“ (kurz:Partizipative Kommune, siehe auch Kapitel C 3.7). Im Rahmen dieses Projektes haben wiranhand von zwei ostdeutschen Modellkommunen untersucht, welche Erfahrungen mit bürgerschaftlichemund wirtschaftsseitigem Engagement in der Kommune vorliegen, welche Veränderungen es im Laufe der letzten Jahrzehnte gegeben hat – über die Wende im Jahr1989 und seither – und wie die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement sowiedessen Bedeutung für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Kommune bewertet werden. Im Zentrum des Projekts standen neue Kooperationen zwischen Verwaltung/Politik, Wirtschaft und Drittem Sektor sowie den Erfolgs- und Hemmfaktoren der Zusammenarbeitzwischen diesen drei Bereichen. Gerade in kleineren und mittleren Gemeinden schien unsdas Potenzial für eine neue zivilgesellschaftliche Infrastruktur gegeben, die gemeinsam vonder kommunalen Verwaltung, Partnern aus der Wirtschaft und bürgerschaftlich Engagiertenrealisiert und verantwortet wird. Die empirischen Forschungen haben diese Ausgangstheseklar bestätigt und darüber hinaus deutlich gemacht, dass da, wo solche „trisektoralen Kooperationen “entstehen – von Bürgerbussen bis zu neuen Kultur- und Freizeiteinrichtungen – die Lebensqualität, Attraktivität und Identität der Kommune sichtbar steigt, und zwar gleichermaßenfür jüngere Menschen und Familien wie für Senior/innen. Trisektorale Kooperationensind aber nach wie vor eher die Ausnahme als die Regel. Das Projekt hat daher Erfolgsfaktorenund –prozesse in den Modellkommunen untersucht und zu einem Leitfadenfür kleinere und mittlere Kommunen verdichtet (siehe Anhang).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Hans-Liudger Dienel
  • Daphne Reim
  • Jenny Schmithals
  • Thomas Olk

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