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Pflege in Europa: Ein Überblick

  • Klaus Haberkern

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird ein Bild der Pflege in Europa gezeichnet. Neben der gesamteuropäischen Situation interessieren vor allem die Unterschiede in der Pflege zwischen den Ländern. Pflege lässt sich prinzipiell in zwei Unterarten aufteilen, in informelle und professionelle Pflege. Informelle Pflege wird vorwiegend von Angehörigen, meist Partnern und Kindern geleistet. Die Unterstützung durch Freunde, Bekannte und Nachbarn ist zwar seltener, aber ebenfalls unverzichtbar. Familiale Pflege lässt sich weiter in die intergenerationale Pflege zwischen Eltern und Kindern oder Großeltern und Enkeln und die intragenerationale Pflege zwischen Partnern und Geschwistern differenzieren. Die Pflege des Partners erfolgt meist selbstverständlich und wird selten hinterfragt (Höpflinger und Hugentobler 2005). In der intergenerationalen Pflege gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den europäischen Regionen. Während die Pflege der Eltern in den mediterranen Staaten eine (gesetzlich verankerte) Selbstverständlichkeit ist, ist es in den nordischen Staaten durchaus üblich, im Pflegefall zuerst nach einer professionellen Lösung zu suchen. Diese ist im Unterschied zur familialen Pflege immer institutionalisiert und vertraglich geregelt. Sie erfolgt entweder ambulant oder geht mit einer dauerhaften, stationären Unterbringung in Pflegeeinrichtungen einher.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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  • Klaus Haberkern

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