Konservativismus am Ende?

  • Sven-Uwe Schmitz

In Deutschland gibt es seit über siebzig Jahren keine Partei mehr, die den Begriff „konservativ“ in ihrem Namen führte. Seit über fünfzig Jahren gibt es keine deutsche Partei mehr, die den Begriff „konservativ“ in den Mittelpunkt ihrer Programmatik stellte. Seit über dreißig Jahren gibt es auch jenseits von Parteien keine politische Bewegung oder maßgebliche Einzelperson mehr, die den Begriff „konservativ“ inhaltlich profiliert und ohne Einschränkungen auf sich selbst anwenden würde. Selbst für die Feinde des Konservativen hat der Begriff seine Bedeutung verloren; sie bezeichnen ihre Gegner lieber als „neoliberal“. Ein Ende der letzten Phase in der Entwicklung des Konservativismus, die Phase der Bedeutungslosigkeit seit 1950, ist nicht abzusehen. Vielmehr ist zu fragen, ob der Konservativismus als solches an sein Ende angelangt ist. Bevor hierauf näher eingegangen werden soll, fasst das Unterkapitel 6.1. die Entwicklung des Konservativismus in seinen vier Phasen nochmals zusammen: Von seiner Entstehung bis 1830, seiner Hochphase bis 1918, über seine Orientierungslosigkeit bis 1949 bis zu seiner momentanen Bedeutungslosigkeit. In Unterkapitel 6.2. ist zu klären, inwiefern die konservativen Kerntheoreme kontinuierlich vertreten wurden bzw. wann sich welche, weshalb und in welche Richtung verändert haben. Das Unterkapitel 6.3. wagt schließlich einen Ausblick im Sinne konservativer Perspektiven.

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