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Konservatismus als politische Bewegung in Deutschland (1830-1918)

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Die Zeit zwischen 1830 und 1918 ist die Hochphase des Konservativismus in Deutschland. Wurden in der Zeit vor 1830 seine ideengeschichtlichen Grundlagen gelegt und diese mittels erster Zeitschriften einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt, so durchlief der Konservativismus nach 1830 die verschiedenen Stationen einer (partei)politischen Bewegung: Unterkapitel 3.1. zeigt, dass sich Konservative verstärkt um politische Zeitungen gruppierten, wodurch der Begriff „konservativ“ allmählich die Bezeichnung für eine bestimmte politische Richtung wurde. In Unterkapitel 3.2. wird dargestellt, dass konservative Politiker 1848 damit begannen, sich in der verfassungsgebenden Versammlung Preußens bzw. in der Frankfurter Nationalversammlung zu organisieren. Die preußischen Konservativen taten das, indem sie die „Kreuzzeitung“ gründeten, während sich konservative Abgeordnete in Frankfurt regelmäßig im Café „Milani“ trafen. Unterkapitel 3.3. beschreibt, dass sich Konservative auch außerhalb von Parlamenten in Form von mehreren Hundert Vereinigungen mit mehreren Zehntausend Mitgliedern organisierten. Bis zur Gründung konservativer Parteien verging aber fast noch ein Viertel Jahrhundert: Erst 1861 gründeten Hochkonservative den „Preußischen Volksverein“ bzw. 1866 gemäßigte Konservative die „Freie konservative Vereinigung“.

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Literatur

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