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Ideengeschichte vor- und frühkonservativen Denkens bis 1830

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Die Entstehungsphase des Konservativismus dauerte bis ca. 1830. Erst dann erschien der Begriff „konservativ“ als ein politisch gebrauchtes Wort in Deutschland. Das Brockhaus-Lexikon bezeugte in seiner Ausgabe von 1833, dass sich die Gegner der Partei der Bewegung „neuerdings Conservative“ nennen. Es stellt sich nun die Frage, wie weit muss man in die Geschichte zurückgehen, um zu den Ursprüngen konservativen Denkens zu gelangen? Wenn man sich bei der Suche von der These leiten lässt, es gebe bestimmte konservative Kerntheoreme, so stößt man auf das Konzept der so genannten „societas civilis“. Dieses wurde bereits in der Antike entwickelt und bildet eine Art VorKonservativismus. Diesen gab es somit schon seit geraumer Zeit, bevor er durch die moderne Souveränitätslehre in Frage gestellt wurde. Der Konservativismus inklusive seiner Vorstufen wurde „nur“ jeweils aufs Neue und pointierter formuliert, wenn er von einem nicht-konservativen Denken herausgefordert wurde. Aufgrund des skeptischen Menschenbildes des Konservativismus kann dieser grundsätzlich von zwei unterschiedlichen Seiten her in Frage gestellt werden: Entweder durch eine Herausforderung von oben, wonach ein gütiger Alleinherrscher alle politischen Entscheidungen fällen solle, oder durch eine Herausforderung von unten, wonach das die aufgeklärten Regierten selbst tun sollten.

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Literatur

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