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Schlussfolgerungen

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Das Konzept der Verfügungsrechte aus der Neuen Institutionenökonomik ermöglicht ein erweitertes und verbessertes Verständnis der Akteurskonstellation auf dem Immobilienmarktes und eröffnet so neue Optionen für den Stadtumbau. Dies ist für schrumpfende Städte von großer Bedeutung, in denen quantitative Indikatoren wie Leerstand, Mieten und Bodenwerte das Markt- und Baugeschehen nur unzureichend abbilden und Subventionen daher an Zielgenauigkeit und Wirksamkeit verlieren. Flächenhafte Stadtumbaustrategien, die anfangs innerhalb der großen kommunalen und genossenschaftlichen Bestände noch umsetzbar waren, stoßen in den kleinteiligen Altbauquartieren an die Grenzen privaten Eigentums und individueller Handlungsmuster. Dies findet seinen Ausdruck in einem zufälligen Mosaik von sanierten, leer stehenden und verfallenen Häusern, das sowohl den Prinzipien des Wettbewerbs als auch einer nachhaltigen Stadtentwicklung widerspricht. Erklärungen hierfür liegen auch in der Verteilung der Verfügungsrechte und der Höhe der Transaktionskosten. Stadtumbau im Sinne einer statistischen Marktbereinigung durch Abriss kann daher der realen und dispersen Leerstandsentwicklung nur weiter hinterherlaufen und schafft nicht die notwendige räumliche Steuerung und Bündelung der Ressourcen. Stadtumbau als Aufwertungsmaßnahme verstanden wirkt mit seinen Fördermitteln bisher nur sehr selektiv auf leistungsfähige und handlungswillige Eigentümer.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

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