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Transdisziplinarität

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Auszug

Transdisziplinäre Projekte und Prozesse sind von der Vielzahl der Zugänge und Perspektiven der AkteurInnen geprägt, die das Arbeits-oder Problemfeld mitformieren, auf das sich Forschungen dieses Typs beziehen. Unterschiedliche Emotionen und Bedürfnislagen spielen eine erhebliche Rolle, die sich einer analytischen oder rationalen Eindeutigkeit und damit einer schnellen Lösbarkeit von Problemen gewissermaßen von oben herab entziehen. Theorien und Modelle transdisziplinärer Forschungen hängen stark von den konkreten Problemlagen und dem sozialen Gefüge ab, das davon betroffen ist. Während PraktikerInnen und AuftraggeberInnen lösungsorientierte Ergebnisse wichtiger sind als erkenntnistheoretische Fragen, die sich im Laufe von transdisziplinären Verfahren ergeben, ist es für WissenschaftlerInnen von erheblichem Interesse, Letztere zu reflektieren: Das heißt, Erkenntnisse für die Praxis und in gleicher Weise für und über die Wissenschaft, ihr Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, zu gewinnen. Dabei verändert und problematisiert sich sowohl das Verhältnis der Wissenschaft zur Praxis und rückwirkend das Verständnis der Wissenschaft von sich selbst. Folgende innewohnende Widersprüche werden in diesem Zusammenhang sichtbar:
  • Die jeweilige Problemlage umfasst zwar alle AkteurInnen und sozialen Systeme, diese haben in ihrer Vielfalt jedoch unterschiedliche Problemwahrheiten und Bedürfnisse. Die Einheit ist somit eine partizipativ geteilte Basis unterschiedlichster Ansprüche und Erwartungen.

  • Die subjektiven, objektiven, aber auch die intersubjektiven Sicht-wie Verständnisweisen, die in konkreten Problemlagen aufeinandertreffen, lassen sich nicht so leicht auf eine verbindliche und gemeinsam geteilte Einheit bringen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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