Bestandsphase von Zweierbeziehungen

Auszug

Nicht alle Versuche, eine Zweierbeziehung herzustellen, sind erfolgreich. In einer ganzen Reihe von Fällen wird die Aufbauphase nicht überschritten, sie scheitern, bevor sie „richtig“ begonnen haben. In den verbleibenden Fällen wird, nachdem eine gewisse Zeit verstrichen ist, die Aufbauphase durch die Bestandsphase abgelöst. Die Aufbauphase kann unterschiedlich lang andauern, und sie kann — ganz abgesehen von allen Unsicherheiten, die notwendige Elemente eines Beziehungsaufbaus sindauch von Krisen durchzogen sein. Wendet man sich der Bestandsphase zu, dann drängt sich die Frage auf, wie dieser Übergang inhaltlich markiert ist. Herkömmlich wurde der Übergang mit der Heirat gleichgesetzt. Die Ehe wurde als Bestandsphase einer Zweierbeziehung aufgefasst, die voreheliche Beziehung in ihrer gesamten Erstreckung als Phase der Partnerwahl betrachtet. Die enorme Bedeutungssteigerung, die Zweierbeziehungen im Vorfeld und auch unabhängig von einer Ehe in der Gegenwart erfahren haben, hat zur Folge, dass diese „Grenzziehung“ nicht mehr überzeugt.

Schlüsselbegriffe

Bestandsphase Schwellen-Wendepunkte Sexualität Haushaltsgründung Wirt-schaftsgemeinschaft Heirat Familiengründung Arbeitsteilung Macht Macht-grundlagen Machtprozesse Machtresultate Partnerschaft als Leitbild Ehestabi-lität Ehezufriedenheit Kommunikation 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur zur Vertiefung

Zur Einführung

  1. Burkart, Günter (2008), Paare in der Bestandsphase. In:K. Lenz / F. Nestmann (Hg.), Handbuch Persönliche Beziehungen. Weinheim: 221–240Google Scholar

Zu Haushalt und Wirtschaftsgemeinschaft

  1. Kaufmann, Jean-Claude (1999), Mit Leib und Seele: Theorie der Haushaltstätigkeit. Konstanz: UVKGoogle Scholar
  2. Koppetsch, Cornelia/Günter Burkart (1999), Die Illusion der Emanzipation. Zur Wirksamkeit latenter Geschlechtsnormen im Milieuvergleich. Konstanz: UVKGoogle Scholar
  3. Huinink, Johannes J./Alexander Röhler (2005), Liebe und Arbeit in Paarbeziehungen. Zur Erklärung geschlechtstypischer Arbeitsteilung in nichtehelichen und ehelichen Lebensgemeinschaften. Würzburg: ErgonGoogle Scholar
  4. Solga, Heike/Christine Wimbauer (Hg.) (2005), „Wenn zwei das Gleiche tun...“. Ideal und Realität sozialer (Un-)Gleichheit in Dual Career Couples. Opladen: Barbara Budrich VerlagGoogle Scholar
  5. Wimbauer, Christine (2003), Geld und Liebe. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen. Frankfurt am Main: CampusGoogle Scholar

Zu Sexualität und Familiengründung

  1. Sprecher, Susan/F. Scott Christopfer/ Rodney Cate (2006), Sexuality in Close Relationships. In: A. L. Vangelisti / D. Perlmann (Hg.), The Cambridge Handbook of Personal Relationsphips. Cambridge: 463–482Google Scholar
  2. Lautmann, Rüdiger (2002), Soziologie der Sexualität. Erotischer Körper, intimes Handeln und Sexualkultur. Weinheim: JuventaGoogle Scholar
  3. Funk, Heide/Karl Lenz (Hg.) (2005), Sexualitäten. Diskurse und Handlungsmuster. Weinheim: JuventaGoogle Scholar
  4. Burkart, Günter (1994), Die Entscheidung zur Elternschaft. Eine empirische Kritik von Individualisierungs-und Rational-Choice-Theorien. Stuttgart: EnkeGoogle Scholar
  5. Schneider, Norbert F./Heike Matthias-Bleck (Hg.) (2002), Elternschaft heute. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und individuelle Gestaltungsaufgaben. Opladen: Leske + BudrichGoogle Scholar

Zu Stabilität von Zweierbeziehungen

  1. Canary, Daniel J./Marianne Dainton (2006), Maintaining Relationships. In: A. L. Vangelisti / D. Perlmann (Hg.), The Cambridge Handbook of Personal Relationsphips. Cambridge: 727–743Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

Personalised recommendations