Advertisement

Agenda und Akteure des Politikjournalismus Perspektiven der Forschung

Auszug

Nur 43 Prozent der wahlberechtigten Deutschen nehmen am 13. Juni 2004 an der Wahl zum Europäischen Parlament teil. Nie zuvor haben so viele Deutsche bei einer Europawahl von ihrem Stimmrecht keinen Gebrauch gemacht. Wer trägt Verantwortung für dieses enttäuschende Ergebnis? Die Bürger, die zu bequem waren für einen Urnengang? Die Parteien, die gemäß der zynischen Devise „Hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa“ fades Personal aufgeboten haben? Oder ist die geringe Wahlbeteiligung den Medien anzulasten? „Vor allem Journalisten sehen eine Kombination aus Desinteresse der Bürger einerseits sowie mangelnder Attraktivität des Europaparlaments und fehlerhaften Verhaltens der Parteien und Politiker anderseits als den Grund für die Wahlabstinenz. Über ihren eigenen Beitrag zu diesem Desinteresse schweigen sie meist“, kritisieren die Forscher Frank Brettschneider und Markus Rettich (2005: 137).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Weiterführende Literatur

  1. Eilders, Christiane/ Neidhardt, Friedhelm/ Pfetsch, Barbara (2004): Die Stimme der Medien. Pressekommentare und politische Öffentlichkeit in der Bundesrepublik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozial Wissenschaften.Google Scholar
  2. Kepplinger, Hans Mathias (1998): Die Demontage der Politik in der Informationsgesellschaft. Freiburg/ München: Karl Alber.Google Scholar
  3. Maurer, Marcus (2003): Politikverdrossenheit durch Medienberichte. Eine Paneluntersuchung. Konstanz: UVK.Google Scholar
  4. Wegener, Claudia (2001): Informationsvermittlung im Zeitalter der Unterhaltung. Eine Langzeitanalyse politischer Fernsehmagazine. Wiesbaden: Westdeutscher VerlagGoogle Scholar
  5. Schulz, Winfried (2007): Politische Kommunikation. Theoretische Ansätze und Ergebnisse empirischer Forschung zur Rolle der Massenmedien. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Ver-lag für Sozialwissenschaften.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

Personalised recommendations