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Auszug

Die eingangs rekonstruierte Theoriegeschichte mit dem Kommunikationsbegriff im Mittelpunkt,831 dient der vereinheitlichten Weiterbearbeitung künftiger Probleme der Kommunikationswissenschaft. Im Unterschied dazu sucht die klassische Zeitungswissenschaft mit der historisierend-hermeneutischen Methode nach Zeitungen als realen Gegenständen bzw. Gegenstandsarten. Sie werden unterschieden, bezeichnet, klassifiziert, definiert und als Zeitungen verglichen. Zeitungswissenschaftler gehen von onto logischen Seinsweisen ‚der Zeitung’ aus, die vom Wesen ‚der Nicht-Zeitung’ unterschieden wird. Erkenntnisgewinn? Unbekannt. Anders die deutschsprechende Kommunikationswissenschaft. Sie orientiert sich in der Regel am sozialwissenschaftlichen Theorienpluralismus. Sie beabsichtigt mit verschiedenen Methoden gesellschaftlich-kommunikative Probleme zu formulieren, zu bearbeiten und zu lösen. Werden die Vorgehensweisen der Zeitungswissenschaftler als geisteswissenschaftlich und die der Kommunikationswissenschaftler als sozialwissenschaftliche charakterisiert, dann steckt dahinter, dass beide Richtungen nicht kompatible Theorien bilden.

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