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Konsens als Telos der Sprache. Das Problem der sprechakttheoretischen Begründung kommunikativen Handelns

Auszug

Die Theorie der deliberativen Politik, wie Habermas sie entwickelt hat, greift auf die von Rousseau in der Theorie des Gesellschaftsvertrags entwickelte Vorstellung zurück, dass sich die freie und gleiche Selbstbestimmung der Bürger in einem auf Dauer gestellten Verfahren der demokratischen Willensbildung verwirklicht.1 Dabei hat allerdings die normative Begründung des demokratischen Verfahrens zur Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse in Habermas’ Ausformulierung der deliberativen Theorie der Politik eine ungleich systematischere Fundierung erhalten, als dies in Rousseaus Konzeption des Gesellschaftsvertrags der Fall ist. So führt Habermas das demokratische Verfahren zur Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse auf ein in der Sprache angelegtes Potential der Vernunft zurück. Nur mit dieser in der Sprache bereits angelegten Form von Vernunft könne, wie Habermas in Bezugnahme auf Hobbes anführt, das ungeklärte Problem der Vertragstheorie gelöst werden.2 So macht Habermas gegenüber der vertragstheoretischen Annahme von der natürlichen Ungeselligkeit des Menschen die vorbehaltlose Verständigung als das Telos der Sprache aus.3 Mit dem Telos der Sprache sieht Habermas die Menschen darauf verpflichtet, Konflikte über ein Verfahren vorbehaltloser Verständigung zu klären. Den auf eine vorbehaltlose Verständigung hin angelegten Sprachgebrauch sucht Habermas wiederum über die Sprechakttheorie zu begründen.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Habermas, Drei normative Modelle der Demokratie, S. 283.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. J. Habermas (1988), Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt, in: ders., Nachmetaphysisches Denken, Frankfurt a. M., S. 63–104, S. 82.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 387.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. J. L. Austin (1955/2002), Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), Stuttgart und J. R. Searle (1969/1971), Sprechakte. Ein sprachphilosophischer Essay, Frankfurt a. M.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Habermas, Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt, S. 63–104; J. Habermas (1988), Zur Kritik der Bedeutungstheorie, in: ders., Nachmetaphysisches Denken, Frankfurt a. M., S. 105–135 und J. Habermas (1986/2002), Entgegnung, in: A. Honneth & H. Joas (Hg.), Kommunikatives Handeln. Beiträge zu Jürgen Habermas’?Theorie des kommunikativen Handelns’, 3. Aufl., Frankfurt a. M., S. 327-405.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. J. Habermas (1996), Sprechakttheoretische Erläuterungen zum Begriff der kommunikativen Rationalität, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 50, S.65–91.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 126ff.Google Scholar
  8. 8.
    Zuletzt in Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 67ff.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 126f.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. ebd., S. 127.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. ebd., S. 132.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. ebd., S.133f.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. ebd., S. 139; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. ebd., S. 128.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. ebd., S. 142.Google Scholar
  16. 16.
    Ebd., S. 148; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  17. 17.
    „Weil die Struktur des verständigungsorientierten Sprachgebrauchs den kommunikativ Handelnden Einstellungen und Perspektiven auferlegt, die mit der unvermittelt am eigenen Erfolg ausgerichteten kausalen Einflußnahme auf den Gegenspieler unvereinbar sind, unterscheide ich aber die beiden kontroversen Handlungstypen nicht nur unter analytischen Gesichtspunkten. Auch der soziologische Beobachter ist grundsätzlich in der Lage, kommunikatives von strategischem Handeln anhand der Einstellungen zu unterscheiden, die aus der Aktorperspektive eine vollständige Alternative darstellen.“ Habermas, Entgegnung, S. 366; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  18. 18.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 385f; die Hervorhebung entspricht dem Original. Vgl. auch Habermas, Zur Kritik der Bedeutungstheorie, S. 132f.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. E. Tugendhat (1985), Habermas on Communicative Action, wieder abgedruckt in: ders., Philosophische Aufsätze, Frankfurt a. M., S. 433–440, S. 433ff; A. Dorschel (1990), Handlungstypen und Kriterien. Zu Habermas’ „Theorie des kommunikativen Handelns“, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 44, S. 220–252, S. 247f und J. Greve (1999), Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 51, S. 232–259, S. 235.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Habermas, Entgegnung, S. 364.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 385.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Habermas, Entgegnung, S. 364 Fußnote 60.Google Scholar
  23. 23.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 387.Google Scholar
  24. 24.
    Ebd., S. 388.Google Scholar
  25. 25.
    Zum Begriff des Emphatischen in Habermas’ Verständnis der Verständigung vgl. K.-O. Apel (1994), Das Problem des offen strategischen Sprachgebrauchs in transzendentalpragmatischer Sicht. Ein zweiter Versuch, mit Habermas gegen Habermas zu denken, wieder abgedruckt in: ders., Auseinandersetzungen in Erprobung des transzendentalpragmatischen Ansatzes, Frankfurt a. M. 1998, S. 701–725, S. 707f.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Austin, Zur Theorie der Sprechakte, S. 112.Google Scholar
  27. 27.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. ebd., S. 126.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. ebd., S. 122.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. ebd., S. 120.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 390–393.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Austin, Zur Theorie der Sprechakte, S. 137.Google Scholar
  33. 33.
    Ebd., S. 118f.Google Scholar
  34. 34.
    Ebd., S. 133.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. ebd., S. 121 und 135.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Greve, Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, S. 239 und 245.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Dux, Historisch-genetische Theorie der Kultur, S. 312.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Austin, Zur Theorie der Sprechakte, S. 147.Google Scholar
  39. 39.
    Ebd., S.121.Google Scholar
  40. 40.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 72. Im Einzelnen zählt Habermas die folgenden vier Kommunikationsbedingungen auf, die zur Realisierung einer kommunikativen Absicht gegeben sein müssen: „Sprecher und Adressat, die eine gemeinsame Sprache beherrschen (...); eine von beiden Seiten inspizierbare Sprechsituation; ein intersubjektiv geteiltes (oder sich hinreichend ‚überlappendes‘) Hintergrundverständnis; eine lokal situierte Äußerung des Sprechers mit einer Ja-/Nein-Stellungnahme des Adressaten.“ Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 90.Google Scholar
  41. 41.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 396.Google Scholar
  42. 42.
    Ebd., S. 394.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. P. F. Strawson (1964), Intention and Convention in Speech Acts, in: Philosophical Review 73, S. 439–460, S. 439ff. Seiner These vom Originalmodus des Sprachgebrauchs entsprechend verallgemeinert Habermas anfangs jedoch Strawsons Annahme, dass dem perlokutionären Sprachgebrauch die Intention unterliege, den Hörer zu täuschen. Hingegen stellt Strawson den Aspekt der Täuschung als nur einen Aspekt dar, durch den sich perlokutionäre Sprechakte von illokutionären unterscheiden. Vgl. A. W. Wood (1985), Habermas’ Defense of Rationalism, in: New German Critique 35, S. 145–164, S. 161 Fußnote 7 und Greve, Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, S. 244f.Google Scholar
  44. 44.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 393.Google Scholar
  45. 45.
    Searle, Sprechakte, S. 32f und S. 34ff; vgl. außerdem J. Habermas (1976), Was heißt Universalpragmatik?, wieder abgedruckt in: ders., Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt a. M. 1984, S. 353–440, S. 403.Google Scholar
  46. 46.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 394.Google Scholar
  47. 47.
    Ebd., S. 389.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. ebd., S. 395; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. ebd., S. 397. Die eigenständig konstruktive Leistung der Illokution tritt mit anderen Worten dort zu Tage, wo Habermas zwischen einer Sprechhandlung und dem Interaktionszusammenhang unterscheidet, „den sie [die Sprechhandlung, I. F.-G.] durch ihre handlungskoordinierende Leistung konstituiert.“ Ebd., S. 389.Google Scholar
  50. 50.
    Ebd., S. 397; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  51. 51.
    Austin, Zur Theorie der Sprechakte, S. 30.Google Scholar
  52. 52.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 72.Google Scholar
  53. 53.
    J. Habermas (1972), Wahrheitstheorien, wieder abgedruckt in: ders., Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt a. M. 1984, S. 127–186, S. 130.Google Scholar
  54. 54.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 66f; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  55. 55.
    Die Neubestimmung der Diskursrationalität geht insbesondere auf eine von Herbert Schnädelbach vorgebrachte Kritik zurück. In dieser heißt es: „Die Fixierung an das Begründungsmodell von Rationalität verführt dazu, alles solange für irrational zu halten, wie es nicht vollständig argumentativ oder diskursiv eingelöst ist, und damit wäre das Feld des Irrationalen ins geradezu Gigantische ausgeweitet.“ H. Schnädelbach (1992), Über Rationalität und Begründung, in: ders., Vorträge und Abhandlungen, Bd. 2, Zur Rehabilitierung des animal rationale, Frankfurt a. M., S. 61–78, S. 63 und Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 65.Google Scholar
  56. 56.
    Für eine Darstellung im Überblick vgl. die Tabelle in: Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 86.Google Scholar
  57. 57.
    Ebd., S. 76; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  58. 58.
    Ebd., S. 78f.Google Scholar
  59. 59.
    Ebd., S. 79; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. ebd., S. 81.Google Scholar
  61. 61.
    Habermas TdkH, Bd. 1, S. 407; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  62. 62.
    Ebd., S. 407f; eigene Hervorhebungen.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. ebd., S. 408.Google Scholar
  64. 64.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 73.Google Scholar
  65. 65.
    Ebd., S. 74.Google Scholar
  66. 66.
    Ebd., S. 75.Google Scholar
  67. 67.
    Ebd.; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  68. 68.
    Ebd., S. 74f; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  69. 69.
    Ebd., S. 75f.Google Scholar
  70. 70.
    Ebd., S. 76.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. ebd., S. 74, 77.Google Scholar
  72. 72.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 400; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  73. 73.
    Ebd., S. 403; Habermas führt als Aufforderung (5) folgendes Beispiel an: „Ich fordere Dich (hiermit) auf, das Rauchen einzustellen“. Ebd., S. 402.Google Scholar
  74. 74.
    Ebd., S. 403.Google Scholar
  75. 75.
    Ebd., S. 402; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  76. 76.
    Hinter einer solchen Aufforderung kann also die Figur des „verallgemeinerten Anderen“ vermutet werden, die bekanntlich auf G. H. Mead zurückgeht; vgl. G. H. Mead (1934/1998), Geist, Identität und Gesellschaft, Frankfurt a. M. und Habermas, TdkH, Bd. 2, S. 61f.Google Scholar
  77. 77.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 402.Google Scholar
  78. 78.
    Ebd., S. 403f; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  79. 80.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 404.Google Scholar
  80. 81.
    Ebd.; eigene Hervorhebung.Google Scholar
  81. 82.
    Ebd., S. 405.Google Scholar
  82. 83.
    Ebd.; eigene Hervorhebung.Google Scholar
  83. 84.
    Ebd.; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  84. 85.
    Ebd., S. 406; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  85. 86.
    Ebd.; die Hervorhebung entspricht dem Original.Google Scholar
  86. 87.
    Ebd., S. 410; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  87. 88.
    Vgl. J. Habermas (1985), Reply to Skjei, in: Inquiry 28, S. 105–113 und E. Skjei (1985), A Comment on Performative, Subject, and Proposition in Habermas’s Theory of Communication, in: Inquiry 28, S. 87–122, S. 95ff.CrossRefGoogle Scholar
  88. 89.
    Vgl. R. Zimmermann (1985), Utopie — Rationalität — Politik, Freiburg, München, S. 350ff; Tugendhat, Habermas on Communicative Action, S. 433–440, insb. S. 437ff.Google Scholar
  89. 90.
    Habermas, TdkH, Bd. 1, S. 6 (Vorwort zur dritten Auflage); die Hervorhebungen entsprechen dem Original. Vgl. auch Habermas, Reply to Skjei, S. 112.Google Scholar
  90. 91.
    Vgl. Greve, Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, S. 252 und Dorschel, Handlungstypen und Kriterien, S. 249f.Google Scholar
  91. 92.
    Habermas, Entgegnung, S. 361.Google Scholar
  92. 93.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 78.Google Scholar
  93. 94.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 81.Google Scholar
  94. 95.
    Habermas, Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt, S. 71. Das bedeutet, dass sie im Unterschied zu ihrer ursprünglichen Bestimmung nicht mehr per se als Anzeichen für strategische Handlungszusammenhänge gelten können. Sie sind auch nicht mehr allein auf den Aspekt der Täuschung gegründet. Vgl. Habermas, Zur Kritik der Bedeutungstheorie, S. 133.Google Scholar
  95. 96.
    Habermas, Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt, S. 71.Google Scholar
  96. 97.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 83; die Hervorhebungen entsprechen dem Original. Greve führt aber zu Recht an, dass in Habermas’ Beispiel bereits die Täuschung nur aus einer auf den Kontext erweiterten Perspektive deutlich wird. In dem Sprechakt selbst, wird über die Motivation des Sprechers keine Aussage gemacht. Um die Täuschung aufzuheben, muss also über die manifeste Bedeutung des Gesagten hinausgegangen werden. Vgl. Greve, Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, S. 247.Google Scholar
  97. 98.
    Vgl. Habermas, Zur Kritik der Bedeutungstheorie, S. 135.Google Scholar
  98. 99.
    Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 83.Google Scholar
  99. 100.
    Ebd., S. 84.Google Scholar
  100. 101.
  101. 102.
  102. 103.
    Vgl. ebd., S. 85.Google Scholar
  103. 104.
    Ebd.; die Hervorhebungen entsprechen dem Original.Google Scholar
  104. 105.
    Zur Widerlegung dieser Annahme aufgrund der Bedeutung der indirekten Verständigung, des Zu-verstehen-Gebens und des Verstehenlassens in der Alltagskommunikation vgl. auch Greve, Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas, S. 241–246 sowie Apel, Das Problem des offen strategischen Sprachgebrauchs in transzendentalpragmatischer Sicht, S. 714, S. 717 und S. 722.Google Scholar
  105. 106.
    Vgl. dazu auch Apel mit einem eindrücklichen historischen Beispiel in: Apel, Das Problem des offen strategischen Sprachgebrauchs in transzendentalpragmatischer Sicht, S. 719ff.Google Scholar
  106. 107.
    Vgl. Dux, Historisch-genetische Theorie der Kultur, S. 310.Google Scholar
  107. 108.
    Zum Folgenden vgl. G. Dux (2004), Die Moral in der prozessualen Logik der Moderne. Warum wir sollen, was wir sollen, Weilerswist, S. 225–235.Google Scholar
  108. 109.
    Vgl. Habermas, TdkH Bd. 1, S. 417.Google Scholar
  109. 110.
    Bekanntlich hat Austin zum Abschluss seiner Vorlesung eine nicht abgeschlossene Liste mit Verben angeführt, die Formen von Handlungen im Englischen verkörpern. Er hat sie in die folgenden Gruppen eingeteilt: verdiktive Äußerungen (z. B. Urteile einer Jury, Schätzen, Bewerten, Taxieren), exerzitive Äußerungen (z. B. Ernennen, Anweisen, Warnen), kommissive Äußerungen (z. B. Versprechen, Schwören, Geloben, Sich-bereit-Erklären), konduktive Äußerungen (z. B. Beglückwünschen, Sich-entschuldigen, Empfehlen, Beileid-aussprechen) und expositive Äußerungen (z. B. ich behaupte, ich antworte, ich räume ein, ich gebe ein Beispiel). Vgl. Austin, Zur Theorie der Sprechakte, S. 168–183.Google Scholar
  110. 111.
    Ausführlich dazu Dux, Historisch-genetische Theorie der Kultur, S. 277ff.Google Scholar
  111. 112.
    Vgl. Mead, Geist, Identität und Gesellschaft.Google Scholar
  112. 114.
    Zur Internalisierung der Verhaltensmuster vgl. Habermas, TdkH, Bd. 2, S. 62f.Google Scholar
  113. 115.
    Vgl. dazu das Beispiel des § 1353 BGB, der die Pflicht zu ehefreundlichem Verhalten festschreibt, bei Dux, Die Moral in der prozessualen Logik der Moderne, S. 231.Google Scholar
  114. 116.
    Vgl. Habermas, Sprechakttheoretische Erläuterungen, S. 79.Google Scholar
  115. 118.
    Dux, Historisch-genetische Theorie der Kultur, S. 315.Google Scholar

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