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Auszug

In der politischen Theorie der Moderne ist das Verständnis politischer Ordnung umstritten. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen zum einen die Frage nach der Funktion des Staates, d. h. das Problem der „Unregierbarkeit“ moderner Gesellschaften, und zum anderen die Frage nach den soziomoralischen Grundlagen der politischen Ordnung.1 Beide Fragen stellen sich vor dem Hintergrund der neuzeitlichen Einsicht in die Konvergenz und Konstruktivität der menschlichen Lebensform sowie des Bewusstseins der Historizität. Infolge dieser Einsichten wird erstmals in der Antike und radikal zu Beginn der Neuzeit die soziale Ordnung als verfügbar verstanden und infolgedessen im Interesse ihrer Mitglieder auf ihr So-und-nicht-anders-Sein befragt.

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Literatur

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