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Auszug

In dieser Studie wurde der Gegenstandsbereich auf unterschiedlichen Ebenen untersucht. Die Datenerhebung lässt sich analytisch aufteilen auf drei Ebenen, in denen zunächst unabhängig voneinander Daten gesammelt wurden. Aufgrund des multiperspektivisch angelegten Vorgehens musste die Datenerhebung auf eine achte Klasse der Waldorfschule beschränkt werden28. Der schulische Kontext stellt somit den ersten Zugang und den Kontakt zu den Schülern dar29.

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Literatur

  1. 32.
    Über den Stellenwert dieser besonderen Textsorte „Verbalzeugnis“ im Kontext der Waldorfpädagogik ist an anderer Stelle bereits ausführlich geschrieben worden (vgl. Ullrich 1986, S. 49ff; Idel 2002; Helsper 2002). Wichtig für diese Studie ist jedoch festzuhalten, dass das Zeugnis als Text auf der Ebene der Unterrichtsinteraktion angesehen wird. Obwohl das Zeugnis zwar ausschließlich vom Lehrer handlungsentlastet am Schreibtisch entsteht, beinhaltet es doch auch die Perspektive des Schülers bzw. dessen Eltern. Im Gegensatz zu einem Kommentar über den Schüler, beispielsweise in einem Interview, muss der Lehrer beim Schreiben davon ausgehen, dass das Zeugnis von dem betreffenden Schüler gelesen wird. Damit antizipiert der Schreiber schon beim Abfassen des Textes die Perspektive des Schülers und das Zeugnis kann als geronnene Form des interaktiven Geflechtes der Lehrer-Schüler-Beziehung gelesen werden.Google Scholar
  2. 33.
    Die Frage nach den Anforderungen an Personen, mit denen narrative Interviews durchgeführt werden, ist an anderer Stelle bereits ausführlich geführt worden (vgl. Büchner 1998, S. 37ff). Neben dem rein forschungslogischen Problem, also der Frage nach der Güte der narrativen Daten, steht für mich an dieser Stelle eher eine forschungsethische Perspektive im Vordergrund, nämlich die Frage, ob man Jugendliche dieser potenziellen „überforderung“ aussetzen sollte. Mit einer von mir interviewten Schülerin würde ich im Rückblick ein solches Interview nicht mehr führen.Google Scholar
  3. 36.
    Ich habe diesen Punkt im Vorfeld unterschätzt bzw. hatte die Vorstellung, dies im Interview besser steuern zu können. Dies hat sich jedoch als falsch erwiesen. Für viele Familien ist die Situation, dass alle miteinander über sich selbst reden, bereits so außergewöhnlich und alltagsfern, dass plötzlich ganz neue Unsicherheiten entstehen. Als Konsequenz halte ich eine bessere Vorbereitung der Familien für unbedingt notwendig und klare Vorgaben, auf was sich die einzelnen da einlassen (ausführlich dazu Hildenbrand 1999, S. 75ff).Google Scholar

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