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Zukunftskonferenz. Anspruch, Wirklichkeit und Perspektiven

  • Olaf-Axel Burow

Auszug

Unter den Verfahren partizipativer Zukunftsgestaltung nimmt die auf Marvin Weisbord (1992) zurückgehende Zukunftskonferenz eine besondere Stellung ein: Mit ihrem sechsphasigen Verlauf ermöglicht sie in vergleichsweise kurzer Zeit einen orientierenden Durchgang durch alle wesentlichen Dimensionen, die die Zukunft einer Organisation oder Region/Gemeinde betreffen: So tragen die Teilnehmer der Zukunftskonferenz in der ersten Phase unter der Leitfrage Wo kommen wir her? auf einem Zeitstrahl die Höhe-und Tiefpunkte aus der Geschichte ihrer Organisation/Region/Gemeinde ab; gestalten in der zweiten Phase Was kommt auf uns zu? in Form eines Mindmaps (ca.4x6m) eine komplexe Landkarte erwarteter Zukunftsherausforderungen; analysieren in der dritten Phase Worauf sind wir stolz? Was bedauern wir? Stärken und Schwächen bezüglich der projizierten Anforderungen; entwerfen in der vierten Phase Was ist unsere Vision? Was wollen wir gemeinsam erschaffen? vielfältige Bilder der er- wünschten Zukunft; klären in der fünften Phase Was ist unser gemeinsamer Grund? diejenigen Entwicklungsaufgaben und Ziele, die alle mit Engagement tragen wollen; und erarbeiten in der sechsten Phase Was wollen wir gemeinsam umsetzen? konkrete Maßnahmenpläne unter Benennung von eindeutigen Verantwortlich-keiten und verbindlichen Terminplänen.

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Weiterführende Informationen im Internet

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Olaf-Axel Burow
    • 1
  1. 1.Universität KasselKassel

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