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Einleitung

  • Hans-Jürgen Lange

Auszug

Das vorliegende Buch zur Kriminalpolitik knüpft an zwei andere Bände, die im Rahmen der Schriftenreihe „Studien zur Inneren Sicherheit“ des „Interdisziplinären Arbeitskreises Innere Sicherheit“ (AKIS) bearbeitet wurden, an. In „Staat, Demokratie und Innere Sicherheit in Deutschland“ (Bd. 1, hrsg. von Hans-Jürgen Lange) wurde das institutionelle System der Inneren Sicherheit über die Entwicklungslinie von 1871 bis zur Gegenwart ausgemessen. Das System der Inneren Sicherheit in Deutschland ist von zahlreichen Kontinuitäten und Brüchen gekennzeichnet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat es allein fünf vordergründig höchst gegensätzliche institutionelle Strukturen gegeben (Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit, Besatzungszeit und Bundesrepublik), für die sich Fragen nach der Legitimation des staatlichen Gewaltmonopols und der Funktion der Sicherheitsbehörden in den jeweiligen Herrschaftszusammenhängen stellen. Vergleichbar wurde die DDR betrachtet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellte sich aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive die Frage, ob das allgemein als stabil und demokratisch eingeschätzte System der Inneren Sicherheit in der Bundesrepublik angesichts der Traditionslinien tatsächlich ein sowohl gefestigtes als auch demokratisch verträgliches Leitbild herausgebildet hat, welches den selbst gesteckten verfassungsrechtlichen Ansprüchen genügt.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Lange
    • 1
    • 2
  1. 1.Philipps-Universität MarburgDeutschland
  2. 2.Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) an der Universität Duisburg-EssenDeutschland

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