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Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und das Recht auf Leben. Der >Wert des Menschen< in der Psychiatrie nach dem Ersten Weltkrieg

  • Thorsten Halling
  • Moritz Liebe
  • Julia Schäfer
  • Jörg Vögele

Auszug

Der Erste Weltkrieg gilt als entscheidender Katalysator für die national- und gesellschaftspolitische Radikalisierung der 1920-er und 1930-er Jahre vor allem in Deutschland. Zwei Millionen Gefallene, d.h. insgesamt 15 % der Eingezogen, der Tod von ungefähr einem Fünftel der Offiziere schon 19151 und 313.000 wegen neurologischer Erkrankungen behandelte Soldaten2 prägten die Vorstellungen einer kontraselektorischen Wirkung des Krieges: „Die Besten blieben im Felde“. Latent vorhandene Degenerationsängste und die damit verbundenen, seit dem späten 19. Jahrhundert entwickelten sozial- und rassenhygienischen Konzepte, erhielten nun einen enormen Einfluss auf die Bevölkerungspolitik nach 1918. Zugleich waren unter den Ausnahmebedingungen des Krieges bis dahin allenfalls theoretisch erörterte und in sanktionierten Einzelfällen realisierte bevölkerungspolitische Maßnahmen nun in einer Art „Feldversuch“ erprobt worden. Vor dem Hintergrund des Hungersterbens in der Psychiatrie im Ersten Weltkrieg, der Debatten um die Sterilisation und Tötung geistig behinderter Menschen und der weiterhin prekären wirtschaftlichen Lage der psychiatrischen Anstalten, diskutiert der Beitrag die stark von ökonomischen Argumenten geprägte Neuausrichtung psychiatrischer Anstaltskonzepte innerhalb des bislang in dieser Hinsicht kaum untersuchten innerwissenschaftlichen Diskurses in den psychiatrischen Fachzeitschriften in der Frühphase der Weimarer Republik.

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Quellen-und Literatur

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Thorsten Halling
  • Moritz Liebe
  • Julia Schäfer
  • Jörg Vögele

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