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Die EU im Lichte der Kant’schen Friedenstheorie

Einige grundsätzliche Überlegungen
  • Hajo Schmidt

Auszug

Im Vorfeld des Irakkrieges erkannte der auch im deutschen Sprachraum breit rezipierte Essay Robert Kagans über „Macht und Schwäche“ ein grundsätzliches Auseinanderdriften der Auffassungen von US- und von EU-Eliten in Sachen Krieg und Frieden.

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Literatur

  1. 1.
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  2. 2.
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  11. 11.
    Kant: Kleinere Schriften zur Geschichtsphilosophie, a.a.O., S. 120.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. ebd., S. 150, 163 ff.Google Scholar
  13. 13.
    Wie entwickelt im Staatsrecht (§§45–49) der Metaphysik der Sitten.Google Scholar
  14. 14.
    Czempiel: Kants Theorem, a.a.O., S. 86.Google Scholar
  15. 15.
    Kant: Kleinere Schriften zur Geschichtsphilosophie, a.a.O., S. 130.Google Scholar
  16. 16.
    Ebd., S. 133.Google Scholar
  17. 17.
    Ebd., S. 134.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. ebd., S. 133f.Google Scholar
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    Gruner, Wolf D.: Ein historischer Überblick, in: Kleinere Schriften zur Geschichtsphilosophie/Woyke, Wichard (Hrsg.): Europa-Lexikon. Länder-Politik-Institutionen, München 2004, S. 11–48, hier: S. 26.Google Scholar
  20. 20.
    Czempiel: Kants Theorem, a.a.O., S. 95.Google Scholar
  21. 21.
    Kant: Kleinere Schriften zur Geschichtsphilosophie, a.a.O., S. 139.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Øberg, Jan: Does the European Union Promote Peace? Analysis, critique and alternatives, unter: http://www.nyagenda.dk/ee/images/uploads/oeberg_peace2.pdf (19.12.2006).Google Scholar
  23. 23.
    Ich referiere hier auf Johan Galtungs bekannte Unterscheidung dreier Typen von Gewalt, die darin übereinkommen, die somatische, psychisch-intellektuelle und spirituelle Entwicklung von Menschen zu verhindern oder zu beschneiden: die direkte, von benennbaren Akteuren ausgeübte, die indirekte Gewalt, in die sozialen und politischen Strukturen eingelassene, sog. strukturelle Gewalt und die beide Gewaltsorten legitimierende kulturelle Gewalt. Als locus classicus dieser Dreiteilung gilt Galtungs Aufsatz Cultural Violence, in: Journal of Peace Research 3/1990, S. 291–305 — übersetzt und weiter ausgeführt in: ders.: Frieden mit friedlichen Mitteln. Friede und Konflikt, Entwicklung und Kultur. Opladen 1998.Google Scholar
  24. 24.
    Øberg, Jan: Does the European Union Promote Peace?, a.a.O., S. 3.Google Scholar
  25. 25.
  26. 26.
    Ebd., S. 19.Google Scholar
  27. 27.
  28. 28.
    Ich denke hier vor allem an die angemessene Übersetzung des dritten Definitivartikels (letzter Schutz des in failed states’, ethnosozialen Auseinandersetzungen und humanitären Interventionen’ aufs Spiel gesetzten Individuums), dessen antistaatliche Wendung selbst in Habermas’ „weltbürgerrechtlicher“ Architektonik verloren zu gehen droht und bis heute am überzeugendsten vielleicht in den Bemühungen um eine „kosmopolitische Demokratie“ (D. Archibugi, D. Held) sich aufgehoben findet. Vgl. hierzu Schmidt, Hajo: „Zum „Zum ewigen Frieden“-Kants radikales Vermächtnis, in: Haedrich, Martina und Werner Ruf (Hrsg.): Globale Krisen und europäische Verantwortung — Visionen für das 21. Jahrhundert. Baden-Baden 1995/96, S. 30–52, hier: S. 44 f.Google Scholar
  29. 29.
    Siehe hierzu zunächst Habermas, Jürgen: Der gespaltene Westen. Kleine Politische Schriften X, Frankfurt a. M. 2004. Höffe, Otfried: Demokratie im Zeitalter der Globalisierung, München 1999. Senghaas, Dieter: Zum irdischen Frieden. Erkenntnisse und Vermutungen, Frankfurt a.M. 2004.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. hierzu auch Senghaas, Dieter: Frieden als Zivilisierungsprojekt, in: ders. (Hrsg.): Den Frieden denken. Si vis pacem, para pacem, Frankfurt a.M. 1995, S. 196–223.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Hajo Schmidt
    • 1
  1. 1.Professor für Philosophie und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts Frieden und Demokratie der FernUniversität in HagenDeutschland

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