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Die gesellschaftliche Wiederentdeckung von Erfahrungswissen

Auszug

Arbeit und Produktion zählen in modernen Gesellschaften zu zentralen Anwendungsbereichen wissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren. Verwissenschaftlichung steht hier für die fortschreitende Planbarkeit und technische Beherrschung. Auch in der soziologischen Forschung galt dies bislang als eine der Prämissen moderner Gesellschaften, besonders in den Bereichen, in den physikalische Gegebenheiten nicht im Naturzustand vorliegen, sondern zielbewusst umgestaltet werden. Doch je mehr die Technisierung fortschreitet, umso mehr werden die Grenzen der wissenschaftlich-technischen Beherrschbarkeit sichtbar. Die besondere Brisanz dieser Entwicklung liegt darin, dass sich Grenzen wissenschaftlich-technischer Beherrschung gerade dort zeigen, wo physikalischorganische Abläufe als grundsätzlich wissenschaftlich durchdringbar und auf dieser Grundlage beherrschbar galten Daraus ergeben sich nicht nur—ebenfalls weiterhin unerwartet’Grenzen für die Technisierung und Ersetzung menschlichen Arbeitsvermögens (vgl. Pfeiffer 2004), sondern es rücken auch menschliche Kompetenzen ins Blickfeld, die in der Vergangenheit (erste Moderne) aus der Perspektive der Verwissenschaftlichung ausgegrenzt wie auch diskriminiert wurden. Dies betrifft insbesondere das so genannte Erfahrungswissen (vg1. Böhle et. al 2002, S. 11 ff.).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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