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Kooperatives Lernen im Mathematikunterricht der Grundschule

  • Götz Krummheuer

Zusammenfassung

Kooperation ist in meinen Arbeiten ein deskriptives Phänomen, das ich in Zusammenhang mit der Ermöglichung mathematischer Lernprozesse im Grundschulbereich bringe. Ich verbinde mit dem Begriff keine normativen Vorstellungen oder gar Forderungen nach einem verstärkten Einsatz von Gruppenarbeit oder sozialem Lernen im Unterricht. Es geht mir dabei um die in der Interaktion aktuell hervorgebrachten Realisierungen von Kooperation. Meine Forschungsfragen richten sich darauf, welche Ermöglichungsbedingungen für einsichtsvolle mathematische Lernprozesse somit erzeugt werden. Ich frage also im weitesten Sinne: wie funktionieren Kooperationen im Mathematikunterricht? Durch diesen deskriptiven Zugriff auf unterrichtliche Prozesse gibt es für mich zunächst keine gute oder gelungene Kooperation oder das Gegenteil davon. Der Artikel gliedert sich wie folgt:
  1. 1.

    Anmerkungen zum Begriff des „kooperativen Lernens“

     
  2. 2.

    begriffliche Ausdifferenzierungen zum Interaktionsbegriff bei Zuwendung auf unterrichtliche Prozesse

     
  3. 3.

    Analysemöglichkeiten für das Rezipientendesign und Produktionsdesign und die Rationalisierungspraxis und

     
  4. 4.

    Zusammenfassung und Kommentierung der Analysen.

     

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Götz Krummheuer

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