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Die Dichotomie von Gemeinschaft und Gesellschaft in den Gesellschaftstheorien

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Auszug

Der Darstellung der unterschiedlichen und zum Teil stark voneinander abweichenden Theorien hat gezeigt, dass ihnen eine gemeinsame Annahme zugrunde liegt: eine Entwicklung von gemeinschaftlichen Sozialformen hin zu Formen der Vergesellschaftung. Gemeinschaft und Gesellschaft liegen unterschiedliche Merkmale zugrunde. So stellen Gemeinschaften eine historische Sozialform mit einer sozialintegrativen Funktion differenzierter Lebenswelten dar, während Gesellschaften durch funktionale Differenzierungsprozesse geprägt sind. Die unterschiedlichen Sozialformen, die den Begriffen zugrunde liegen, haben auch die Grundlage der sozialen Beziehungen zwischen den Individuen verändert. So hängen die Vermittlungsleistungen aufgrund der funktionalen Differenzierungsprozesse stärker von den Handlungsoptionen, die von den neu entstanden Subsystemen vorgegeben werden, ab. Je nach der Handlungssituation sind die Gründe für soziales handeln bei Weber zweckrational, wertrational, affektuell oder traditional und liefern damit die Begründung dafür, ob eine soziale Beziehung eher gemeinschaftlichen oder gesellschaftlichen Charakter hat. Weber weist jedoch auch auf mögliche Überschneidungen hin.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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