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Folgerungen einer organisationalen Betrachtung: Ko-Orientierung von Journalismus und Medien

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Auszug

Wir haben bislang das Verhältnis von Journalismus und Medien als das zweier unterschiedlicher Organisationssysteme definiert, allerdings nicht ohne jeweils punktuell schon auf die Verbindungen hinzuweisen. Um diese Verbindungen soll es nun detaillierter gehen. Auf organisationssoziologischer Grundlage argumentieren wir, dass beide Organisationssysteme, Journalismus und Medien, vor einem eigenen, unverwechselbaren und unterscheidbaren Orientierungshorizont operieren. Daraus resultieren unterschiedliche institutionelle Ordnungen und Akteurkonstellationen. Die Leistung des Journalismus besteht darin, Themen, die zielgruppenspezifisch als informativ und relevant gelten, zu selektieren und zu bearbeiten, diejenige der Medien darin, Information, Unterhaltung und Werbung zu distribuieren. Da aber nur Produktion und Distribution zusammen den öffentlichen Kommunikationsprozess konstituieren (wenn wir den Vorgang der Rezeption hier außen vor lassen), bestehen enge Formen gegenseitiger Dependenzen und Interdependenzen. Wir haben hierfür den Begriff der Ko-Orientierung gewählt (s. Kapitel 2.6).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften ∣ GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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