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Grounded Theory und Situationsanalyse: Zur Weiterentwicklung der Grounded Theory

  • Jörg Strübing
Chapter
Part of the Qualitative Sozialforschung book series (QUALSOZFO)

Zusammenfassung

Wenn die Grounded Theory explizit die Anpassungsbedürftigkeit methodischer „rules of thumb“ betont und zur Begründung auf die interpretationsbedürftige Lücke zwischen Regel und Situation verweist sowie auf die Dynamik der fortwährend neu geschaffenen sozialen Welt, dann bleibt es nicht aus, dass auch dieser Forschungsstil selbst nicht statisch bleibt, sondern fortwährenden Veränderungen unterliegt. Waren in den 1960er Jahren ambitionierte Gegenentwürfe zur Überwindung der Unzulänglichkeiten standardisierter Sozialforschung gefragt, so muss sich die Grounded Theory inzwischen in einem Geflecht unterschiedlicher methodologischer Positionen und methodischer Verfahren innerhalb des Spektrums der qualitativ-interpretativen Sozialforschung verorten und zugleich die Ausdifferenzierung auch der sozialtheoretischen Positionen (und ihrer methodologischen Implikationen) reflexiv auf die eigene Forschungspraxis beziehen. Daraus resultierten eine Reihe von Verfahrensvarianten, deren bedeutendste, die konstruktivistische Grounded Theory nach Kathy Charmaz und die Situationsanalyse von Adele Clarke, nachfolgend kurz dargestellt und diskutiert werden.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieEberhard Karls Universität TübingenTübingenDeutschland

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