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Einleitung

  • Friedemann Lembcke

Zusammenfassung

„Klimawandel ist Ambivalenz pur.“ (U. Beck 2010, 38). Zu dieser Ansicht kann kommen, wer die Beobachtung des Klimawandels beobachtet: Das fortschreitende Wissen der Gesellschaft verweist zugleich auf die Gefahr des gesellschaftlichen Fortschritts (ebd. 46), die Globalität des Problems verstärkt zugleich regionale Gegensätze (ebd. 37), das Bewusstsein um die außergewöhnliche Gefahr wird zugleich alltäglich (ebd. 40). Der Klimawandel stellt sich gleichsam als „hochvertracktes Problem“ (Wiesenthal 2010, 11) dar: als ein Risiko, das Entscheidungen fordert, die selbst riskant sind (ebd. 7), und als ein langfristiges Problem, das eine kurzfristige Bearbeitung erfordert (ebd. 8). So beobachtet erscheint der Klimawandel als ein derart voraussetzungsvolles Thema, dass außerhalb der Wissenschaft nur wenig Resonanz zu erwarten wäre. So bleiben denn auch bis heute die Erwartungen von Seiten der Wissenschaft hinsichtlich der gesellschaftlichen Resonanz ihres erzeugten Wissens um den Klimawandel in wesentlichen Teilen noch unerfüllt (Nobel Laureate Symposium, 2007, 2009, 2011). Entsprechende Bemühungen um eine aus Sicht der Wissenschaft angemessene Resonanz bleiben jedoch nicht wirkungslos.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Friedemann Lembcke
    • 1
  1. 1.PotsdamDeutschland

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