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Mit welchem Effekt ? Wirkungsfelder

  • Michael Jäckel

Zusammenfassung

Die ‚Wiege‘ des Wirkungsbegriffs steht in den Naturwissenschaften. Vorstellungen von Ursache und Wirkung sind eng mit der Tradition des Behaviorismus verbunden. Die Reize der Umwelt, zu denen auch die Medienangebote zählen, werden im Hinblick auf ihre Reaktionen bei den Empfängern unter Beachtung strenger methodischer Bedingungen betrachtet. Die Verwendung des Wirkungs-Begriffs legt Kausalitätsannahmen nahe und wird im alltäglichen Sprachgebrauch auch mit solchen Implikationen verknüpft. Wirkung wird in der Regel mit Veränderung gleichgesetzt. Veränderung bedeutet, dass sich auf der Einstellungs- oder Verhaltensebene Beobachtungen machen lassen, die auf das Vorliegen eines bestimmten Stimulus zurückgeführt werden können. Diese müssen sich in beobachtbaren bzw. messbaren Reaktionen von Rezipienten manifestieren. Dieser Beschreibung entspricht auch die Grundstruktur des Modells, das in der Literatur verschiedene Namensgebungen erfahren hat. Die geläufigsten Bezeichnungen lauten:
  • Stimulus-Response-Modell

  • Reiz-Reaktions-Modell

  • Hypodermic Needle-Modell

  • Transmission Belt-Theorie

  • Magic Bullet-Theorie

Leseempfehlungen

  1. Brosius, Hans Bernd/Esser, Frank (1998): Mythen in der Wirkungsforschung. Auf der Suche nach dem Stimulus-Response-Modell. In: Publizistik 43 (4), S. 341 – 361.Google Scholar
  2. Lazarsfeld, Paul Felix/Merton, Robert King (1973): Massenkommunikation, Publikumsgeschmack und organisiertes Sozialverhalten. [Zuerst 1948]. In: Aufermann, Jörg u. a. (Hg.): Gesellschaftliche Kommunikation und Information. Forschungsrichtungen und Problemstellungen. Ein Arbeitsbuch zur Massenkommunikation. Frankfurt am Main, S. 447 – 470.Google Scholar
  3. Neuman, W. Russell/Guggenheim, L. (2011): The Evolution of Media Effects Theory: A Six- Stage Model of Cumulative Research. In: Communication Theory 21, S. 169 – 196.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Michael Jäckel
    • 1
  1. 1.Universität TrierTrierDeutschland

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