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Zur feministischen Kritik des marxistischen Arbeitsbegriffs

Chapter
Part of the Studienskripten zur Soziologie book series (SSZS)

Zusammenfassung

In diesem Beitrag soll danach gefragt werden, welche Rolle die Geschlechterfrage in den Werken von Karl Marx spielt oder ob der Mann Marx gegenüber der Geschlechterdiskriminierung ebenso blind war wie die meisten seiner Zeitgenossen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen der Arbeitsbegriff und die feministische Kritik daran. Dabei stellt sich auch die Frage, ob es denn wirklich wichtig ist, ob Marx die Hausarbeit in seinen Analysen berücksichtigt hat oder nicht, und wenn er es nicht hat, ob das theorierelevant ist. Dennoch: Bei dem Marxschen moralisch-politischen Imperativ geht es in Theorie und politischer Praxis darum, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (MEW 1, S. 380). Dieser Grundsatz gilt auch heute als geeignetes Kriterium für die Bewertung von Gesellschaftstheorie und politischen Praxen emanzipatorischer Bewegungen. In diesen strategischen Grundsatz müsste – gäbe es keine Mängel im Lehrgebäude von Marx – auch die Frauenunterdrückung einbezogen sein.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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