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Die Wirkung Dehmels in der eigenen Generation

  • Horst Fritz
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Zusammenfassung

Eine geeignete Möglichkeit, die entwicklungsgeschichtliche Stellung Dehmels und den repräsentativen Charakter seines Werkes zu beurteilen, besteht darin, die Bedeutung Dehmels indirekt im Spiegel der Beurteilung sichtbar zu machen, die der Dichter durch die Zeitgenossen erfährt. Im Rahmen dieses Kapitels geht es zunächst um die Resonanz, die Dehmel bei den Dichtern der eigenen Generation findet. Hierbei ist bereits die Bewertung wichtig, die Dehmel von der Seite des Naturalismus zuteil wird, insofern nämlich, als sie die große Distanz zwischen Dehmel und dem Naturalismus, die in den kunsttheoretischen Überlegungen sichtbar wird, zu belegen vermag. Wilhelm Bölsche wirft den 1893 erschienenen »Verwandlungen der Venus« — besonders dem Schlußgedicht »Venus Mea« — Unverständlichkeit vor: „Ich habe sie mehreren Bekannten zu lesen gegeben, die verstanden auch nichts. Es sind ein paar prächtige Verse darin, aber ohne zwei Bände Düntzersche Erläuterungen wage ich das Ganze faktisch niemand aufzutischen.“1 Handelt es sich hier lediglich um das Problem der Faßbarkeit der Dehmelschen Dichtung und um die Rolle Dehmels als eines dunklen, schwer verständlichen Dichters, so wird Dehmels Werk in der Beurteilung durch Arno Holz zum Modellfall eines Vergehens gegen das naturalistische Prinzip.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1969

Authors and Affiliations

  • Horst Fritz
    • 1
  1. 1.Königstein (Elbe)Deutschland

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