Advertisement

Zusammenfassung

Vor der Darlegung jugendstilhafter Züge in der Dichtung Dehmels vermag ein Blick auf die Biographie sowie auf die Art und Weise der Veröffentlichungen Dehmels eine teilweise Lösung des Problems zu geben, ob es überhaupt angebracht ist, den der bildenden Kunst entnommenen „Jugendstil“-Begriff auf die Dichtung Dehmels anzuwenden, angesichts der Tatsache, daß Dehmel selbst sich in keiner Äußerung namentlich zum ‚Jugendstil‘ in Beziehung setzt.1 Rein terminologisch löst sich das Problem, wenn man den Umstand bedenkt, daß der Terminus ‚Jugendstil‘ erst der nach der Jahrhundertwende einsetzenden allmählichen Kommerzialisierung und der durch diese bedingten Verflachung der Bild- und Vorstellungsgehalte vornehmlich im Bereich des Kunstgewerbes entspringt.2 Man kann daher kaum von Dehmel eine Identifizierung seines Werkes mit einem Begriff erwarten, dem zu jener Zeit das Odium des Seichten und Kitschigen anhaftete. Man wird trotzdem dort von einer Beziehung zum Jugendstil sprechen können, wo sich Gemeinsamkeiten zwischen Dehmel und solchen Künstlern und Anschauungen feststellen lassen, welche heute mehr unter dem wissenschaftlich-definierend als wertend gehandhabten „Jugendstil“ -Begriff zusammengefaßt werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1969

Authors and Affiliations

  • Horst Fritz
    • 1
  1. 1.Königstein (Elbe)Deutschland

Personalised recommendations