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Des Vaters Unähnlicher Sohn

  • Ernst Marquardt
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Zusammenfassung

Herzog Christoph Von Württemberg wurde am 12. Mai 1515 geboren, vier Tage nach dem gewaltsamen Ende Hans von Huttens. Seine Jugend blieb durch diese unselige Tat verdüstert. Die Neigung seines Vaters konnte er nie erwerben, die Liebe der Mutter blieb ihm in den Jahren, da der Mensch am meisten ihrer bedarf, versagt; desto heller strahlt die Lauterkeit seines Charakters. Wer sich des Knaben und seiner zwei Jahre älteren Schwester Anna nach der Flucht ihrer Mutter, der Herzogin Sabina, angenommen hat, wissen wir nicht. Sabina setzte es nach der Vertreibung Herzog Ulrichs durch, daß sie ihren Wohnsitz wieder in Württemberg nehmen und wenigstens ihre Tochter Anna bei sich behalten durfte. Ihre Lage blieb bedrängt, da der neue Landesherr, Erzherzog Ferdinand von Österreich, nur gezwungen ihre Anwesenheit in Württemberg duldete, und die ihr ausgesetzten Bezüge nur schleppend und dann nicht in der zugesagten Höhe überwiesen wurden. Ihr Sohn wurde ihr trotz heftigsten Widerstandes durch den Machtspruch des Siegers genommen. Sie blieb aber Christoph treu verbunden und trat für ihn ein, wo immer sie konnte. Nach der siegreichen Rückkehr ihres Gatten mußte Sabina, durch den frühen Tod ihrer Tochter noch mehr vereinsamt, das Land wiederum verlassen, ohne zu wissen, wo sie eine Heimat finden würde.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1961

Authors and Affiliations

  • Ernst Marquardt

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