Advertisement

Eingeschränkte Souveränität

  • Ernst Marquardt
Chapter
  • 4 Downloads

Zusammenfassung

Die Konstitutionelle Monarchie kannte in ihren Anfängen eine Opposition, aber keine Parteien im eigentlichen Sinn. Im württembergischen Landtag gab es wie in der Paulskirche Klubs, in denen sich die Gesinnungsfreunde vereinigten. ›Reinsburgklub‹, so genannt nach einer in der Reinsburgstraße in Stuttgart gelegenen Gaststätte, hieß der Treffpunkt der Stuttgarter Kammeropposition. Er umfaßte die liberalen Abgeordneten des Landtags, es waren ihrer etwa vierzig. Ihnen gegenüber standen dreiundzwanzig Privilegierte. Der Rest waren Kammermitglieder, auf deren Unterstützung die Regierung rechnen konnte. Der Reinsburgklub war in Württemberg der Beginn der Parteienbildung, wie sie in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts überall vor sich ging. Die Demokratie ging vom Südwesten Deutschlands, der Konservatismus von Ostelbien aus. Die katholische Partei, das Zentrum, erwuchs auf bayrischem und rheinischem Boden; das liberale Großbürgertum fand sich zuerst in den Städten des Nieder- und Mittelrheins zusammen. Es zeigte sich, daß unter dem Zeichen des Liberalismus recht verschiedene weltanschauliche und politische Strömungen zusammengetroffen waren, die bald zur völligen Trennung führten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1961

Authors and Affiliations

  • Ernst Marquardt

There are no affiliations available

Personalised recommendations