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‚Lustmord‘ in Literatur und Film der Weimarer Republik

Zur Rekonstruktion eines Diskurs- und Strukturkomplexes

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Part of the Kriminalität in Literatur und Medien book series (KLM,volume 1)

Zusammenfassung

In der Frühen Moderne ist der Lustmord Thema der Kriminologie wie der Quasi-Kriminologie, d. h. einer auch im Literatursystem und in anderen ästhetischen Systemen breitflächig anzutreffenden Diskursivierung des Verbrechens, der Ergründung seiner Ursachen, der psychologischen Erfassung des Handlungsträgers und der Handhabe durch die Rechtsprechung. Von anderen Formen des Verbrechens grenzt er sich im kulturellen Wissen der Moderne dadurch ab, dass ihm ein psychisches Problem zugrunde liegt: die Korrelation von Sexualtrieb und Tötungsakt. Dabei kann angesichts der enormen Diskursbreite als auch des betriebenen Aufwands von einem hochgradig akuten Problem ausgegangen werden. Dem Beitrag geht es um die Rekonstruktion eines literarischen und filmischen Strukturkomplexes. In einem ersten Schritt werden Zugriffsweisen festgelegt und Kennzeichen der Personenkonzeption expliziert, in einem zweiten Schritt zentrale Theoreme der Kriminologie der Weimarer Republik versammelt, ihre Terminologie entfaltet, ihre Probleme benannt und ihre Stellung zum übergeordneten Lustmord-Diskurs aufgerollt. Angeschlossen sind vier Analysen der Texte von Hugo Bettauer (Der Frauenmörder), Ernst Weiß (Hodin) und Heinrich Schaefer (Gefangenschaft) sowie des Films M – Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang.

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Notes

  1. 1.

    Lindner: Der Mythos ‚Lustmord‘, 280.

  2. 2.

    Schetsche: Der Wille, 347.

  3. 3.

    Linder: Wissen über Kriminalität, 154.

  4. 4.

    Vgl. bspw. die Arbeit von Siebenpfeiffer, der es im Kern um „die Zirkulation kultureller Zeichen [geht], d. h. [um den] wechselseitigen Austausch diskursiver Elemente zwischen Literatur und Wissenschaften“ (vgl. Siebenpfeiffer: Böse Lust, 3). In diesem Zusammenhang spricht Siebenpfeiffer auch von der Literatur als „Interdiskurs“ (ebd., 72–74). Vgl. auch Komfort-Hein/Scholz: Lustmord, 12 u. Hamann: Kriminalliteratur, 306–310.

  5. 5.

    Vgl. u. a. Lindner: Der Mythos ‚Lustmord‘, 273 u. 275; Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 9, 10, 26 u. 39; Schönert: Bilder, 497–508; Linder/Ort: Recht und Moral, 13–56 sowie Siebenpfeiffer: Böse Lust, 62–64.

  6. 6.

    Vgl. etwa Höcker: Die Lust am Text, 37 f.

  7. 7.

    Zur Integration theoretischen Wissens in künstlerische Texte vgl. die nachfolgenden Analysen. Zur Berücksichtigung literarischen Wissens in der Wissenschaft vgl. exemplarisch die Arbeiten von Richard von Krafft-Ebing, Franz von Liszt, Jacques Stern und Erich Wulffen (vgl. dazu Schönert: Bilder, 500–502 u. Höcker: Die Lust am Text, 37 f.).

  8. 8.

    Schönert: Bilder, 497. Schönert fasst den Diskursbegriff als „historisch variable[n] Regelzusammenhang, der sich als das Ergebnis von Rekonstruktionsversuchen herstellt, die auf einer von den einzelnen Texten abstrahierenden Ebene die Ordnungen für das Denken, Reden und Handeln von gesellschaftlichen Gruppen verfolgen“ (ebd.), und nutzt ihn als analytische Kategorie, mit der er seinen ‚Verbrechensbilder‘-Begriff herleitet: „In jedem Diskurs werden bestimmte (‚diskursspezifische‘) Wahrnehmungs-, Darstellungs- und Deutungsmuster ausgebildet“ (ebd., 498). Mit dem Begriff der ästhetischen Modellierung lehne ich mich daran an: Mir geht es im Folgenden in Schönerts Worten ausgedrückt um ‚Lustmord‘-Bilder in literarischen und filmischen Zusammenhängen.

  9. 9.

    Zur Narratologie des Kriminalgenres vgl. grundsätzlich und aktuell Blödorn: Narratologie. Zum mutmaßlich grundlegenden Hang von Lustmord-Darstellungen zur Narration vgl. Lindner: Der Mythos ‚Lustmord‘, 276.

  10. 10.

    Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 10.

  11. 11.

    Ebd., 19 u. 26.

  12. 12.

    Schönert: Bilder, 505.

  13. 13.

    Ebd.

  14. 14.

    Ebd., 506.

  15. 15.

    Alle Zitate: ebd., 524.

  16. 16.

    Vgl. Linder: Wissen über Kriminalität, 152.

  17. 17.

    Büsser spricht davon, dass Lustmorddarstellungen „stellvertretend eingesetzt [werden], um eine tiefe gesellschaftliche Krise zu verdeutlichen“ (Büsser: Lustmord – Mordlust, 54).

  18. 18.

    Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 29. Zu ‚Verarbeitungsebenen‘ von ‚Übertretungen‘ in Textwelten im Sinne der Semiotik und der Narratologie vgl. ebd., 36–44.

  19. 19.

    Den Terminus der ästhetischen Kommunikation verwende ich in einem kultursemiotischen Sinne (vgl. Nies: Kultursemiotik, 384).

  20. 20.

    Zum Lustmord-Konzept im Folgenden mehr (vgl. dazu auch Schetsche: Der Wille, 348–353). Zum allgemeinen, begrifflichen und begriffshistorischen Hintergrund: „Für multiple Tötungen, die Männer an Frauen, Mädchen oder jüngeren Männern begehen (vgl. z. B. die Fälle Kürten, Haarmann und Bartsch), wurde bis in die Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, sofern keine Motive wie Habgier, Rache und dgl. offenkundig sichtbar gemacht werden konnten, der Begriff ‚Lustmord‘ verwendet. In diesem Begriff werden Taten und Täter verbunden, er benennt das ‚intrinsische‘ Motiv, das sich in den Taten bzw. ihren Leichen anzeigt. Damit wird die Wahrnehmung des Täters als eines – wie immer bösen, vertierten, kranken, perversen – Individuums ermöglicht und Raum geschaffen für die unterschiedlichsten Deutungen. In den Siebziger Jahren wurde die Figur des Lustmörders durch den Serienmörder abgelöst, der sich dem polizeilichen Blick verdankt und gleichsam technisch definiert wird. […] Die sexuelle Dimension, die im ‚Lustmord‘ dominierte, tritt, auch wenn sie nicht verschwindet, in den Hintergrund; sexuell-sadistische Handlungen werden nicht so sehr als Motiv und/oder Ziel des Mordens verstanden, sondern als Zeichen dafür, daß der Täter seine Opfer ‚übermächtigen‘ wollte.“ (Linder, Wissen über Kriminalität, 173 f.) Zur weiteren ‚sprachhistorischen Genese‘ und ‚spezialdiskursiven Hervorbringung‘ am Übergang zum 20. Jahrhundert vgl. Siebenpfeiffer: Böse Lust, 186–191; vgl. ebenfalls Bühler: Vor dem Lustmord, 21–74; Komfort-Hein/Scholz: Lustmord, 8–12; Schetsche: Der Wille, 346 f. u. Lindner: Der Mythos ‚Lustmord‘, 278. Kritisch dazu: Pfäfflin: Zur Lust, 547–549.

  21. 21.

    Vgl. Titzmann: Das Konzept sowie Wünsch: Das Modell u. Die Fantastische Literatur.

  22. 22.

    Titzmann: Das Konzept, 36.

  23. 23.

    Vgl. Wünsch: Das Modell, 230.

  24. 24.

    Zur zeitgenössischen Vorstellung der menschlichen Psyche vgl. auch Siebenpfeiffer: Böse Lust, 63.

  25. 25.

    Wünsch: Die Fantastische Literatur, 228.

  26. 26.

    Ebd., 233.

  27. 27.

    Ebd.

  28. 28.

    Ebd., 241.

  29. 29.

    Vgl. ebd., 248.

  30. 30.

    Vgl. Titzmann: Das Konzept, 36.

  31. 31.

    Alle Zitate: ebd., 39.

  32. 32.

    Wulffen: Kriminalpsychologie, 11.

  33. 33.

    Ebd.

  34. 34.

    Ebd., 11 f.

  35. 35.

    Wulffen: Der Sexualverbrecher, 360.

  36. 36.

    Wulffen: Kriminalpsychologie, 392.

  37. 37.

    Alle Zitate: ebd., 223.

  38. 38.

    Wulffen: Der Sexualverbrecher, 2.

  39. 39.

    Ebd., 353.

  40. 40.

    Ebd., 353 f.

  41. 41.

    Alle Zitate: ebd., 354.

  42. 42.

    Ebd., 454.

  43. 43.

    Ebd.

  44. 44.

    Ebd.

  45. 45.

    Ebd.

  46. 46.

    Ebd., 455.

  47. 47.

    Ebd.

  48. 48.

    Ebd., 45.

  49. 49.

    Ebd., 468.

  50. 50.

    Ebd., 488.

  51. 51.

    Ebd., 482.

  52. 52.

    Ebd., 159.

  53. 53.

    Vgl. Siebenpfeiffer: Böse Lust, 195 f.

  54. 54.

    Vgl. Wulffen: Kriminalpsychologie, 21 f.

  55. 55.

    Ebd., 10.

  56. 56.

    Wulffen bindet bei seiner Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Gruppen von Lustmördern mehrere Beispiele ein und benennt mitunter die zugrunde liegenden Krankheitsbilder. In einem Fall wird beim Täter Geisteskrankheit diagnostiziert („moralisches Irresein, degenerativer Schwachsinn, schwere melancholische Verstimmungen, heftige Tobsucht“; Wulffen: Der Sexualverbrecher, 456), in einem anderen Fall „moralischer und intellektueller Schwachsinn“ (ebd., 482).

  57. 57.

    Vgl. auch die Definition Birnbaums, bei dem der Lustmörder gefasst wird als ein „sexuell abnormes Individuum mit einer insgesamt psychopathischen Verfassung“ (Birnbaum: Kriminalpsychopathologie, 126).

  58. 58.

    Wulffen: Der Sexualverbrecher, 482.

  59. 59.

    Beide Zitate: Lessing: Haarmann, 190. Zu den Hintergründen des Falles, zur publizistischen Berichterstattung und zu den Spezialdiskursen vgl. Siebenpfeiffer: Böse Lust, 214–241. Zur Person Lessings in diesem Kontext vgl. Brückweh: Unerwünschte Expertise.

  60. 60.

    Alle Zitate: Lessing: Haarmann, 208.

  61. 61.

    Vgl. dazu ausführlicher Siebenpfeiffer: Böse Lust, 242 f. und zur ‚kulturellen Krisenzeit‘ im Kontext der Kriminalliteratur der Weimarer Republik Hamann: Kriminalliteratur, 303. Zur Justizkritik und zur Idee von Kriminalität als „gesellschaftlich produzierter und notwendiger Mythos“ vgl. Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 23.

  62. 62.

    Ebd., 50 (Hervorhebungen i. Orig.).

  63. 63.

    Ebd., 50 f. (Hervorhebung i. Orig.).

  64. 64.

    Ebd., 51.

  65. 65.

    Ebd.

  66. 66.

    Ebd.

  67. 67.

    Ebd., 5.

  68. 68.

    Beide Zitate: ebd., 6.

  69. 69.

    Ebd., 174.

  70. 70.

    Ebd., 182 (Hervorhebung i. Orig.).

  71. 71.

    Vgl. ebd., 164, 166 f. u. 203.

  72. 72.

    Komfort-Hein/Scholz: Lustmord, 11.

  73. 73.

    Siebenpfeiffer spricht in Anbetracht dieser Textstrategien in Anlehnung an eine Analyse Gert Mattenkotts auch von „Literarisierungen eines Romans“ (Siebenpfeiffer: Böse Lust, 241).

  74. 74.

    Die Nivellierung der Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst bei Lessing ist, so muss betont werden, weder neuartig noch singulär. Vgl. anschaulich zu diesem Komplex Höcker: Die Lust am Text, bes. 39–49.

  75. 75.

    Es handelt sich um Typus III nach Edgar Marsch mit der Struktur ‚Vorgeschichte – Fall // Erzähleinsatz // Detektion‘ (vgl. Marsch: Die Kriminalerzählung, 83). Vgl. dazu und zu weiteren Typologien Blödorn: Narratologie, 16–18.

  76. 76.

    Bettauer: Der Frauenmörder, 84.

  77. 77.

    Ebd., 100.

  78. 78.

    Ebd., 22.

  79. 79.

    Ebd., 31.

  80. 80.

    Ebd., 34.

  81. 81.

    Vgl. ebd., 53.

  82. 82.

    Vgl. ebd., 44.

  83. 83.

    Ebd., 49.

  84. 84.

    Vgl. ebd., 71.

  85. 85.

    Ebd., 58.

  86. 86.

    Ebd., 77.

  87. 87.

    Ebd., 78.

  88. 88.

    Ebd., 84.

  89. 89.

    Alle Zitate: ebd., 85.

  90. 90.

    Weiß: Hodin, 31.

  91. 91.

    Ebd., 5.

  92. 92.

    Ebd., 25.

  93. 93.

    Ebd., 5.

  94. 94.

    Ebd.

  95. 95.

    Ebd., 23.

  96. 96.

    Ebd., 5.

  97. 97.

    Ebd., 12.

  98. 98.

    Alle Zitate: ebd., 5.

  99. 99.

    Ebd., 6.

  100. 100.

    Ebd., 9.

  101. 101.

    Ebd., 22.

  102. 102.

    Ebd., 23.

  103. 103.

    Ebd., 8.

  104. 104.

    Vgl. ebd., 27 u. 28 f.

  105. 105.

    Ebd., 19.

  106. 106.

    Ebd., 10.

  107. 107.

    Ebd., 5 f.

  108. 108.

    Ebd., 16.

  109. 109.

    Ebd.

  110. 110.

    Ebd., 17.

  111. 111.

    Ebd.

  112. 112.

    Ebd.

  113. 113.

    Ebd.

  114. 114.

    Beide Zitate: ebd., 50.

  115. 115.

    Ebd., 49.

  116. 116.

    Ebd., 44.

  117. 117.

    Ebd., 52.

  118. 118.

    Ebd., 43.

  119. 119.

    Vgl. Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 47.

  120. 120.

    Baßler: Die Entdeckung, 13.

  121. 121.

    Schaefer: Gefangenschaft, 5.

  122. 122.

    Ebd.

  123. 123.

    Beide Zitate: ebd.

  124. 124.

    Ebd., 277.

  125. 125.

    Ebd., 39.

  126. 126.

    Ebd., 250.

  127. 127.

    Vgl. ebd., 87 u. 211.

  128. 128.

    Vgl. ebd., 127 u. 200.

  129. 129.

    Vgl. ebd., 93 u. 246.

  130. 130.

    Vgl. ebd., 48 f. 167, 153 f., 197, 214, 236, 272 f. u. 275.

  131. 131.

    Vgl. ebd., 8.

  132. 132.

    Er schreibt, er „[w]ehre sich gegen das Leben“ und „töte mein Leben“. (Ebd., 8) Ebenso: „Gelebt Hab Ich!“ (ebd., 9) und: „Hunger ist Leben. Leben ist Hunger“ (ebd., 54) entgegen „[s]att bin ich am Leben“ (ebd., 173); sowie bis ins hyberbolische Extrem gesteigert: „Erleben das Leben, heraufleben, herauf ins Bewußtsein leben das Leben.“ (Ebd., 61) Damit im Zusammenhang steht auch die Reflexion von Sprache und das Problem der Erfassung des eigentlich Unfassbaren: „Mein Leben hat keine Sprache“ (ebd., 153). Zur Textfunktion des Lebenskonzeptes in der Frühen Moderne vgl. Wünsch: Das Modell, bes. 381–388.

  133. 133.

    Schaefer: Gefangenschaft, 10.

  134. 134.

    Vgl. ebd., 15.

  135. 135.

    Ebd., 11.

  136. 136.

    Vgl. ebd., 15.

  137. 137.

    Vgl. ebd., 12.

  138. 138.

    Ebd.

  139. 139.

    Ebd., 21.

  140. 140.

    Ebd., 25.

  141. 141.

    Ebd., 36.

  142. 142.

    Ebd., 58.

  143. 143.

    Ebd., 59.

  144. 144.

    Ebd., 65.

  145. 145.

    Vgl. ebd., 55, 73 u. 77.

  146. 146.

    Ebd., 89.

  147. 147.

    Ebd., 78.

  148. 148.

    Vgl. ebd., 78, 81, 86, 88 u. 90.

  149. 149.

    Vgl. ebd., 91, 94 u. 122.

  150. 150.

    Ebd., 139.

  151. 151.

    Ebd., 92. So erklärt sich auch eine Äußerung zu Beginn: „Alle Leidenschaften sprühn im Kreise, und ich will sie bändigen im Kreise nach ihrer Lust und Art. Ein Panpassionium bau ich.“ (Ebd., 10) Es folgt ein kreisrundes Zeichen, das in der Folge den gesamten Text durchläuft und unregelmäßig in Abschnitte gliedert.

  152. 152.

    Vgl. ebd., 108, 115 u. 131.

  153. 153.

    Ebd., 55.

  154. 154.

    Vgl. Baßler: Die Entdeckung, 91.

  155. 155.

    Schaefer: Gefangenschaft, 53.

  156. 156.

    Ebd., 142.

  157. 157.

    Ebd., 155.

  158. 158.

    Ebd., 255.

  159. 159.

    Ebd., 79.

  160. 160.

    Ebd., 139.

  161. 161.

    Ebd., 169.

  162. 162.

    Vgl. ebd., 209 f. u. 225.

  163. 163.

    Baßler: Die Entdeckung, 13.

  164. 164.

    Vgl. ebd., 15 u. 16.

  165. 165.

    Schaefer: Gefangenschaft, 29.

  166. 166.

    Ebd., 36.

  167. 167.

    Vgl. ebd., 24.

  168. 168.

    Vgl. Baßler: Die Entdeckung, 91 f.

  169. 169.

    Schaefer: Gefangenschaft, 141.

  170. 170.

    Vgl. dazu den Überblick in Elsaesser: Das Weimarer Kino, insb. 130 f. u. 135–139.

  171. 171.

    Zu diesem Gesichtspunkt in Pabsts Film vgl. Siebenpfeiffer: Re-Writing Jack the Ripper, 65–67 u. Höltgen: Im Anfang war die Tat, 81–84.

  172. 172.

    Vgl. Linder: Wissen über Kriminalität, 412–418.

  173. 173.

    Wulffen: Der Sexualverbrecher, 354.

  174. 174.

    „Die Tat ist die Leerstelle, das Unsagbare und Unzeigbare, der Abgrund und zugleich das Gravitationszentrum, um das herum Bilder und Texte sich anlagern.“ (Lindner: Der Mythos ‚Lustmord‘, 282).

  175. 175.

    M – Eine Stadt sucht einen Mörder, im Folgenden: ‚LM, Zeitangabe‘; hier: LM, 00:09:28 (Hervorhebung i. Orig.).

  176. 176.

    LM, 01:36:51–01:40:22.

  177. 177.

    Vgl. auch Linder/Ort: Zur sozialen Konstruktion, 24.

  178. 178.

    LM, 01:45:17. Vgl. Linder: Wissen über Kriminalität, 417.

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Brössel, S. (2021). ‚Lustmord‘ in Literatur und Film der Weimarer Republik. In: Düwell, S., Hamann, C. (eds) Verbrechen als „Bild der Zeit“. Kriminalität in Literatur und Medien, vol 1. J.B. Metzler, Stuttgart. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05790-7_11

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  • Publisher Name: J.B. Metzler, Stuttgart

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