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Diskussionsbericht

  • Andrea Polaschegg
Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Zusammenfassung

Hatte Deiters in seiner Vorlage mit dem Verhältnis von Einzelnem und Kollektiv eine in sich bereits spannungsreiche Opposition historisch perspektiviert, so wurden am angeführten Beispiel von Herders poetologischer Konzeption einer Volksdichtung weitere konstitutive Größen für Autorschaft im ausgehenden 18. Jahrhunderts sichtbar, zwischen denen sich ein nicht weniger spannungsgeladenes Feld der Analyse auftat. Aspekte von Medialität, Modernität, Referentialität sowie die Frage nach Funktion und Folgen einer Kollektivierung von Autorschaft für das literarische System bildeten die Marksteine auch der nachfolgenden Diskussion. Die einleitend aufgeworfene Frage, inwieweit die Übernahme der Systemstelle ›Autor‹ durch die Kategorie ›Volk‹ als ein schlichter Austausch zu werten ist oder sich diese Systemstelle dabei selbst verändert (Blasberg), stieß eine Auseinandersetzung über die Bedingungen und Konsequenzen dieser Transferstrategie bei Herder im besonderen und um 1800 im allgemeinen an. Die Diskussion wurde flankiert von den Aspekten einer potentiellen Krise von Autorpositonen um 1800 sowie der entsprechenden — potentiell antimodernen — Kompensationsversuche.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Andrea Polaschegg
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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